Gestorben
Heinz Clauss, 73, war von 1976 bis 1990 Direktor der John Cranko-Ballettschule in Stuttgart. Geboren im benachbarten Esslingen, wurde der Schüler des Choreografen Robert Mayer 1951 Tänzer der Stuttgarter Opernballettkompanie. Er ging nach Hamburg und Zürich und kehrte 1967 in der Ära von John Cranko nach Stuttgart zurück. Hier war er Teil des Stuttgarter Ballettwunders neben Márcia Haydée, Birgit Keil, Richard Cragun und Egon Madsen. Der als bodenständig und integer beliebte Erste Solist hatte sich als «Balanchine-Stilist» einen internationalen Namen gemacht.
Balanchine beauftragte ihn mit der Einstudierung seiner Ballette in Europa. Heinz Clauss’ unprätenziöse Eleganz setzte Maßstäbe, auch, als er drei Jahre nach Crankos Tod dessen Schule von Anne Woolliams übernahm. Er stellte das bis dahin englische Unterrichtssystem auf das russische um. George Balanchine lebte in ihm weiter. 1990 ging der Danseur noble in den Ruhestand. Er starb am 5. September in Stuttgart.
Eberhard Rebling, 96, war von 1959 bis 1976 Rektor der Deutschen Hochschule für Musik in Berlin (später: Hanns-Eisler-Hochschule). Unter falschem Namen erwarb er 1936 auf der Flucht vor den Nazis ein Haus in Amsterdam, in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Wenn klassisches Ballett, dann aber mit Tutu! Auch ein William Forsythe will auf das traditionelle Tanzkostüm nicht verzichten. Doch in «The Vertiginous Thrill of Exactitude» hat Stephen Galloway den Tellerrock auf seine eigentliche Struktur geschrumpft: keine einzige Schicht aus Tüll, verklärend übereinandergelegt – stattdessen ein mit grünem Samt überzogener...
Auf der Bühne leuchtet ein Eiffelturm in Miniatur, und aus den Lautsprechern dröhnt einer der größten französischen Hits der 1960er Jahre: Jacques Dutroncs «Il est cinq heures, Paris s’éveille». Man lächelt ... Dann wird’s aber ernst, und die Ambiance ist – vorläufig zumindest – dahin: nach der Karaoke-Nummer irren die sechs Akteure auf der Bühne umher, wie wenn...
Richard Wherlock gibt nicht auf. Auch wenn das Ballett Basel derzeit mal wieder zur Disposition steht, und zwar ausschließlich aus finanziellen Gründen, sucht er weiterhin nach Stoffen, aus welchen Tänze sind. Und er scheint fündig geworden zu sein. Aber anders als John Neumeier in seiner Stuttgarter «Kameliendame» interpretiert er in «La Traviata – ein Ballett»...
