geschichte: apollo’s angels
Kaum ein Ballettbuch wird im angloamerikanischen Sprachraum so diskutiert wie Jennifer Homans’ «Apollo’s Angels». Was von der ehemaligen Tänzerin und Kritikerin des «New Republic» natürlich beabsichtigt war – und sogleich ihrer provokanten, nach reichlich 500 überlegen recherchierten und formulierten Seiten als Knaller gebotenen Schlussthese widerspricht: «Ballet is dead.» Ballett als ephemerste, weil am ehesten mit einer längst nicht mehr existierenden Hofkunst verknüpfte Kunst, ist oftmals gestorben und wiedergeboren worden, das erzählt Homans.
Das ist der brillante Teil ihres Buchs. Ihre Tanztour d’horizon von den gern grotesken Tanzeinlagen im Renaissance-Italien über das Erblühen durch Absonderung am französischen Hof Ludwigs XIV. bis zu den Ballets Russes als Initialzündung für den Tanz im 20. Jahrhundert verbindet in einprägsamen Kapiteln Kunst und Gesellschaft. Ihr Interesse gilt den Personen, die Tanzgeschichte geschrieben haben und die das Ballett zu einer relevanten, auch politisch ernst genommenen Kunst gemacht haben.
So unterhaltsam wie lehrreich sind ihre Ausführungen über den Männertanz des Barock, über den Kampf gegen die Anatomie, über die Französische ...
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Tanz Mai 2011
Rubrik: medien, Seite 61
von Manuel Brug
arte, www.artepro.com
1. Mai, 6.00h: «Le sacre du printemps», Mariinski-Ballett, St. Petersburg
7. Mai, 5.00h: «Nichts als Tanzen», John Neumeiers Hamburg Ballett, Dokumentation von Bettina Pohlmann, D 2010
20. Mai, 3.55h: «Stepptanz – Einfach Klasse!», Dokumentation, F 2006
23. Mai, 00.20h: «Schneewittchen», Ch.: Angelin Preljocaj, Ballet Preljocaj, F 2009
29. Mai,...
...gewann zum zweiten Mal den Preis für Choreografie beim «Internationalen Solo-Tanz-Theater Festival» in Stuttgart. Nach dem Solo «Conductivity» 2009 siegte sie diesmal mit ihrer Arbeit «Grief Point» für Moo Kim, der den ersten Preis für die beste Tanzdarbietung abräumte, weil er sich «auf sehr reichen tänzerischen Ebenen» bewegt. Sidra Bell, deren gleichnamige...
...ist einer der wenigen Gewinner des großen Sensens durch Englands nationale Kulturbehörde, den Arts Council. Bei einer Sparauflage von gut 30 Prozent wurde nicht der Rasenmäher angeworfen, sondern die «Zukunftsfähigkeit» der Künstler und ihre soziale Opportunität geprüft.
Dass Hofesh Shechter mit seiner erfolgreichen Kombination aus Rockkonzert und...
