gelsenkirchen: Bridget Breiner: «Schwanensee»
Um Tschaikowskys «Schwanensee» mit nur 14 Tänzern zu visualisieren, ohne dabei auf «klassische» Qualitäten zu verzichten, muss man sich schon was einfallen lassen. Aber Bridget Breiner hat in der kurzen Zeit ihres Gelsenkirchner Engagements nicht nur Prokofjews «Cinderella» so raffiniert ent«rußt», dass sie dafür sogar den Deutschen Theaterpreis «Der Faust» erhielt. Sie ist auch sonst um keine Idee verlegen, und deshalb nimmt es nicht weiter Wunder, wenn ihr selbst das Ballett der Ballette bravourös gelingt.
Dabei gibt es nicht mal den Auftritt der vier Schwänchen, den das
Publikum so schätzt. Es gibt überhaupt keinen Schwan, sondern eine Odette, die wie Nell in dem gleichnamigen Filmerfolg von Michael Apted sich selbst genügend in einem Walde haust: kein sozialisiertes Geschöpf also, sondern eher ein instinkthaftes Naturwesen, das in der Interpretation von Kusha Alexi durchaus etwas Unnahbares hat. Mag sein, dass gerade das den Prinzen fasziniert, der sich zeitweilig der promiskuitiven Oberflächlichkeit des Hofes entzieht. Er sucht nach Liebe und scheint sie in seiner Sehnsucht zu finden. Aber er lässt auch nicht von der Lust, die ihm die eigentlich Verlobte nach der ...
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Tanz Januar 2014
Rubrik: kalender und kritik, Seite 36
von Hartmut Regitz
ausschreibungen_____
Der Bundeswettbewerb «Tanztreffen der Jugend», 27. August bis 1. September 2014, will den aktuellen Entwicklungen Rechnung tragen, Tanz als eigene Kunstform innerhalb der kulturellen Bildung zu etablieren und Tanz mit jugendlichen Amateuren im künstlerischen Kontext zu verorten. Schulklassen, Tanz-AGs an Schulen, freie Gruppen oder an freie...
Vor dem Film kommt die Werbung. Das ist auch im Theater nicht anders. «Sunset Boulevard» steht auf dem Programm, frei nach dem Hollywood-Hit von Billy Wilder, und wie im Kino ist nach dem Gong nicht gleich das Eigentliche zu erleben, sondern als Vorspann auf der Leinwand erst ein Hinweis auf den Produktionssponsor. «Tanz ist Energie» heißt es da zunächst...
newcomer_________
raphael hillebrand
Es waren einmal drei Brüder, Christian, Martin und Dietrich. Der Nationalsozialismus formte, stählte und verbog sie. Zwei von ihnen nahm der Krieg. Einer wurde Pastor, Friedensmann und der Großvater von Raphael Hillebrand. Er, der gelernte B-Boy, erzählt seine Geschichte mit allen Geometrien des Popping, formt die Arme zum...
