Gefühlssturm
Bevor Yuri Possokhov Ende März den aus dem Moskauer Bolschoi verbannten «Nurejew» beim Staatsballett Berlin neu auflegt (S. 24 ), hat er am San Francisco Ballet «Eugene Onegin» herausgebracht: eine Uraufführung und eine Art Heimspiel. Der gebürtige Ukrainer ist seit seinem Abschied von der Bühne im Jahr 2006 zwar Choreographer in Residence in San Franscisco, hat aber bislang sämtliche seiner abendfüllenden Ballette für andere Compagnien kreiert, allen voran Bolschoi und Joffrey Ballet.
Die in Chicago ansässige Company hat die neue «Onegin»-Produktion mit in Auftrag gegeben und wird sie im kommenden Juni tanzen.
Mode, Esprit und Zynismus
Possokhov, inzwischen international bejubelt, hätte für sein choreografisches «Homecoming» im Grunde jeden Erzählstoff wählen können. Warum also gerade «Onegin», wo doch John Crankos Fassung von 1965 zu Tschaikowskys Musik so überaus bekannt ist? Die heiß ersehnte Antwort gab die Premiere im Januar: Wie es scheint, wollte Possokhov die Story keiner radikalen Neudeutung unterziehen. Er hatte offenbar einfach das Bedürfnis, sie noch tiefer auszuloten. Und das ist ihm gelungen. In Interviews hat Possokhov erzählt, dass er als junger Mann in Russland, ...
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Tanz März 2026
Rubrik: Produktionen, Seite 14
von Rachel Howard
Tanzfilm
MASTERCLASS IN ZÜRICH
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