Geehrt: Katja Wünsche, Marco Goecke, Susanne Linke
Das Stuttgarter Ballett liegt im Trend: Marijn Rademaker erhielt als erster Tänzer den neugeschaffenen Deutschen Theaterpreis «Der Faust» für seine darstellerische Leistung in «Äffi» von Marco Goecke. Eben dieser wurde im Dezember auf dem Monaco Dance Forum als chorégraphe émergent mit dem Prix Nijinsky geehrt: eine Auszeichnung, die weniger vergangene Leistungen verklärt als auf die Zukunft des Tanzes zielt.
Den Deutschen Tanzpreis «Zukunft» wiederum teilt sich Goeckes langjährige Lieblingsballerina Katja Wünsche, die gerade bei der Uraufführung von Bigonzettis «I fratelli» in Stuttgart einen sensationellen Erfolg feierte, mit dem Jung-Ballerino Marian Walter vom Staatsballett Berlin und dem Birgit-Keil-Schützling Terence Kohler vom Ballett des Badischen Staatstheaters, der zuletzt mit einer «Anna Karenina» aufgefallen war – alle drei Junioren wahre Hoffnungsträger. Die großen Choreografen gingen deswegen nicht leer aus. Hamburgs Ballettintendant John Neumeier hat sich (wie Trisha Brown) in Monte Carlo durch sein Lebenswerk mehr als einen Nijinsky verdient. Tänzer-Nijinskys gingen zu Recht an Béjarts Stellvertreter Gil Roman und die charismatische Ek-Muse Ana Laguna, der das ...
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