Gayle Tufts
Gayle Tufts, eine Amerikanerin kommt nach West-Berlin, an die Tanzfabrik, wir schreiben das Jahr 1988, zehn Jahre nach der Gründung des Tanzkollektivs. Wie war das damals?
Damals war die meiste Arbeit schon getan. Die Möckernstraße 68 war renoviert, die ersten Liebesaffären hatten alle hinter sich gebracht. Liebe war ein sehr wichtiger Aspekt der Tanzfabrik, es ging nicht nur um Tanz. -Es war ein Kollektiv, das es mir, die ich aus New York kam, angetan hatte: Die arbeiteten und lebten wirklich zusammen. Sie holten sich auch gemeinsam das Geld vom Senat ...
Und sie choreografierten kollektiv.
Na ja. Ich würde nicht nein sagen, wenn jemand behaupten würde: Dieter Heitkamp war der Chef. Und natürlich Jacalyn Carley, und natürlich Claudia Feest. Trotzdem. Ich bin durch John Bernd und Ishmael Houston-Jones in New York zu Dieter gekommen, durch die Contact Improvisation, die sich damals im P.S. 122 bei einem wöchentlichen Contact Jam traf. Ich selbst tanzte noch mit Yoshiko Chuma und ihrer Company The School of Hard Knocks, und alle sagten mir: Wenn du mal nach Berlin kommst, musst du Dieter Heitkamp treffen.
Der in New York bekannt war?
Er und Helge Musial hatten am P.S. 122 «Buddy ...
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Tanz Juli 2018
Rubrik: Traditionen, Seite 54
von Arnd Wesemann
Acht Juroren, acht Nominierte, vier Preise – und wer einen kriegen will, soll die Sparte künstlerisch vorangebracht, deren Ansehen gemehrt und möglichst viele europäische Koproduzenten an Land gezogen haben. Darum müssen sich allerdings die Institutionen kümmern, für die die Projekt-Künstler ins Rennen gehen.
Es ist eine erlesene Runde etablierter Geld- und...
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