future self

Luzider Zauberlehrling: Wayne McGregor.

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Wo Licht brennt, da sind auch Menschen. Von dieser Hoffnung zehren unzählige Märchenfiguren auf dunklen Wegen durch das Ungewisse. Ein kleiner Lichtstrahl reicht zum Geleit. Hunderte kleine Funken erstrahlen in der Installation «Future Self» von der Decke bis auf den Boden. Auf nur einem Quadratmeter hängen Leuchtdioden an dicht nebeneinander verlaufenden Kupferdrähten. Von zwei Seiten nähern sich im Halbdunkel eine Tänzerin und ein Tänzer dem fragilen Schrein. Zwischen ihnen empfängt das Gebilde die Gehbewegung und blitzt als eine dritte Figur aus Licht auf.

Durch den Tanz gewinnt sie luminöses Eigenleben, sie spiegelt und kontrastiert Bewegungen und verschwindet so schnell, wie sie aufleuchtet. Die im Lichtgewebe sich immer wieder verwandelnde Gestalt übt eine zauberische Anziehung aus. Mag die eingesetzte Technologie die Szene noch so sehr beherrschen – beim Anblick der Tanzenden erkennt sich der Zauberlehrling in uns wieder. Liegt die Zukunft des Selbst außerhalb des eigenen Körpers? Werden die Geister, die wir riefen, uns fehlbare Geschöpfe irgendwann überstrahlen? Die Installation des Künstlerkollektivs rAndom International, die der britische Choreograf Wayne McGregor und der ...

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Tanz Oktober 2012
Rubrik: bewegung, Seite 4
von Franziska Buhre

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