funky university
«Wir bilden keine Tänzer aus, wir bilden Menschen aus, die tanzen», sagt Thomas Kampe, senior lecturer für Tanz an der London Metropolitan University (London Met). Nun, der Satz stammt zwar von Kurt Jooss, wird damit aber nicht unrichtiger. Die Menschen, die Kampe meint, erhalten an dieser Universität Zugang zu einer höheren Bildung der Extraklasse. So ein BA-Kurs Performing Arts, wie er ihn leitet, wäre gewöhnlich gefüllt mit Studenten aus den Bildungssschichten, die sich die Orchideenabteilungen der Universitäten leisten können.
Dabei geht es Kampe gar nicht um die sonst Bildungsfernen, sondern darum, die «eigene kulturelle Identität zu erforschen, die eigenen Fähigkeiten herauszufordern, die eigene Imagination zu befreien im Kontext einer Theorie der darstellenden Künste des 20. und 21. Jahrhunderts.» Ein solcher Studiengang der Performing Arts, der sich in die Zweige Tanz, Theater, Live-Art gliedert, will über die Stärkung des individuellen Selbstbewusstseins hinaus vor allem diejenigen Kulturen stärken, die sich nicht nur aus dem Denken einer weißen Mittelschicht speisen.
Das hieße, denkt man an Deutschland, eine Tanzakademie zu betreiben, die afrikanische, chinesische, ...
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