Fünf Frauen, mäßig bewegt

Padmini Chettur: «Paper Doll» in Utrecht

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Padmini Chettur ist die wichtigste Tänzerin in der Gruppe der Choreografin Chandralekha gewesen: eine Darstellerin von starker Ausdruckskraft und hoher Intensität. Mittlerweile choreografiert sie für ihr eigenes kleines Ensemble. Ihre Zusammenarbeit mit Chandralekha scheint nicht mehr der Rede wert. Beim Springdance-Festival in Utrecht, wo Chettur im Theater Kikker ihr jüngstes Stück «Paper Doll» uraufführte, ließ sie über sich ins Programmheft schreiben, sie sei in der Tradition des Bharata Natyam aufgewachsen und suche in ihrem Werk eine Verbindung zum zeitgenössischen Leben.

Sie fühle, heißt es da, «die Notwendigkeit, ihren eigenen Weg der Bewegung zu finden und sich von indischen Klischees zu befreien». In «Paper Doll» befreit sie sich gründlich.
Zu Beginn stehen die fünf Tänzerinnen, die die Besetzung des Stücks bilden – unter ihnen die Choreografin selbst –, in einer Reihe mit dem Rücken zum Publikum vor einem rötlichen Hintergrundpros­pekt von Sumant Jayakrishnan. Sie tragen creme­farbene, wadenlange Hemdkleider über engen, gerafften Hosen und bewegen sich äußerst sparsam. Während einzelne Töne wie von einer Tabla einen monotonen Rhythmus vorgeben, tanzen im Gleichklang immer ...

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Tanz Juni 2005
Rubrik: On Stage, Seite 44
von Jochen Schmidt

Vergriffen
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