Mein Körper, dein Körper
Am liebsten, sagt Royston Maldoom, sind ihm die kleinen Projekte. Die Arbeit mitten im Bruderkrieg in Bosnien, am Ende der Apartheid in Südafrika, im Dauerkonflikt zwischen Katholiken und Protestanten in Nordirland, die Arbeit mit Gefängnis-Insassen, Straßenkindern und, immer wieder, Jugendlichen aus allen Teilen der Welt. Maldoom begründete in den frühen 1980er Jahren in England die künstlerische Laienarbeit. Bekannt wurde er für seine integrativen Tanzprojekte, die er in den Krisengebieten und Brennpunkten der Welt, aber auch im eigenen Land initiiert hat.
So unbedingt er sich dem Tanz zuwandte, zu dem er spät, mit 21 Jahren kam, so vorbehaltlos widmete er sich dieser Arbeit, die weder pädagogisch noch therapeutisch, sondern künstlerisch ausgerichtet ist.
Maldoom, 61 Jahre alt, besitzt Ausstrahlung und Überzeugungskraft, er hat einen besonderen Zugang zu jungen Leuten und versteht es, Spannungen zwischen Gruppen aufzulösen. Das Ziel seiner Arbeit, die seit einigen Jahren in einem Team «Dance United» organisiert ist: Tanz als «Werkzeug für persönliche Entwicklung und sozialen Wandel» einzusetzen. Sein größtes Projekt, die Zusammenarbeit mit den Berliner Philharmonikern und ...
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