Frederick Ashton: «La fille mal gardée»

Karlsruhe

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Die Rekonstruktion älterer Stoffe und Aufführungen hat Konjunktur. In Karlsruhe ist Ballettchefin Birgit Keil Verfechterin dieser Tendenz. Wie jetzt mit Frederick Ashtons 1960 in London uraufgeführtem Klassiker «La fille mal gardée»: Er ist bunt, idyllisch und herrlich naiv.

Der ehemalige Solist des Royal Ballet London und Ashton-Freund, der 82-jährige Alexander Grant, besitzt die Aufführungsrechte und sorgt persönlich mit der Choreografin Jane Elliott für die detailgetreue Wiederaufnahme.

Bühnenbild und Kostüme von Osbert Lancaster und die von John Lanchbery arrangierte Musik bleiben stets gleich. Anlässlich der Stuttgarter Erstaufführung 2000 muss sich Birgit Keil gesagt haben: Das können wir in Karlsruhe auch. Nun hat sie ihren Erfolg.

Das schon 1789 im Jahr der Französischen Revolution von Jean Dauberval geschaffene Ur-Ballett erzählt eine Geschichte lauterer Unschuld. Im Kreis ihrer Freunde lieben sich die junge Lise, Tochter der reich verwitweten Gutsbesitzerin Simone, und Colas, ein hübscher, aber armer Bauernbursche. Der vermögende Winzer Thomas hat derweil, Opera buffa eben, die Heirat seines tölpelhaften Sohnes Alain mit Lise eingefädelt. Schon wird beim Notar der ...

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Tanz Januar 2009
Rubrik: Der Kalender, Seite 42
von Eckehard Uhlig

Vergriffen
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