Foofwa d’Imobilité
Die bunt bemalte Holzskulptur, die von ihrem hohen Sockel auf die Passanten auf dem kleinen Platz in der Altstadt von Neuchâtel herabblickt, hat Gesellschaft bekommen. Ein halb nackter Mann ist nach oben geklettert, um sie «zum Leben zu erwecken». Nur mit goldfarbenen Shorts bekleidet, wackelt er mit seinem Hintern und lässt lasziv die Hüften kreisen. Er imitiert die Bewegungsmuster eines Go-go-Boys, stellt sie regelrecht aus und spricht dabei hochphilosophische Texte über den Status des Tänzers, der Subjekt und Objekt zugleich ist.
Jede Silbe wird untermalt von einer kleinen Bewegung – mit durchaus bewusst kalkuliertem komischem Effekt. Der Tänzer könne sich selbst anfassen und selbst beobachten, sagt er und schlägt sich dabei auf den Oberschenkel. Er könne aber auch das Publikum ins Visier nehmen, das wiederum seinen Körper mit seinen Augen abtasten kann. So werde sich der Tänzer seiner Objekthaftigkeit bewusst. Er sei ein erotisches Objekt der Begierde, aber leider, so fügt er resigniert hinzu, ein schlecht bezahltes. «Lieux designés» heißt das Stück, das der Schweizer Tänzer und Choreograf Foofwa d’Imobilité im Rahmen des Tanzfestivals Scène ouverte an diesem sonnigen ...
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Zu den «Goldberg Variationen» nicht tanzen. Und das nackt, wie im Paradies. «Frans Poelstra, his Dramaturg and Bach» beginnt mit dem Blick auf einen CD-Spieler, eine Bach-Büste und Räucherstäbchen. Auf dem Mikrofonständer reitend erklärt Poelstra, dass er so seinen Körper «noch weiter ausdehnen» kann und daher «Bachs Musik noch besser huldigen.»
Robert Steijn,...
Aren’t we fortunate to be engaged in an art form which, by its very nature, cannot be solidified into thing-ness, possessed, encased as dead stuff? Even if occasionally it is difficult to argue the content and validity of such sheer activity, the non-material productiveness of live experience and performance. Even if a budget-worried zeitgeist continues to...
Pichet Klunchun,
Wie kamen Sie als Khon-Tänzer zum zeitgenössischen Tanz? Ich wollte einen Weg finden für mich selbst. Ich gehöre nicht zur Kultur des klassischen Tanzes in Thailand, da ich nicht an der nationalen Schule, sondern privat und an der Universität studiert habe. Irgendwann habe ich von dem Stipendium für Amerika gehört ... Ich hatte keine Ahnung, was...
