Fliessen
Im Halbdunkel in der Mitte des Raums eine schwarze Gestalt, im Gegenlicht, uns den Rücken zugewandt. Der Schatten verfremdet sie, modelliert eine Skulptur. Sie dreht sich unendlich langsam, nur eine Ahnung von Bewegung, die Füße rätselhaft unbewegt. Ärmel heben sich, aus den Öffnungen wachsen Hände. Unterschwellig schwebende Klänge. Ein Zittern durchbricht die flächige Zeit: eine Hand, ein Arm, schließlich ein Fuß verselbstständigen sich, geraten außer Kontrolle, Zuckungen bemächtigen sich des Körpers.
Irgendwann ferne Rufe eines fremdartigen Vogels oder der Klang japanischer Flöten. Die Bewegungen der Gestalt werden zunehmend größer, beginnend am Platz, nach einer Weile im sich weitenden Lichtfeld raumgreifend. Der Körper schwebt mühelos und leicht, fließt sich fortwährend geschmeidig verformend, löst sich zuweilen auf in der Dunkelheit. Er nimmt den ihn umgebenden Raum in sich auf. Die Haut ist als Grenze durchlässig geworden, die Bewegung unendlich. Ich werde ins Geschehen hineingesogen – und sehe nichts. Meine Wahrnehmung wird unsicher, das komplexe Formenspiel verschmilzt zu einem unablässigen Bewegungsfluss. Ich fühle mich der Realzeit enthoben, selber frei schwebend, ohne ...
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We would never say it, but behind her outward appearance there lies a 37 year-old woman who dared to put herself on the line by staging the female condition in contemporary dance. And just by looking at the simplicity of her shows we would never guess that within her movements she weaves one of the most audacious discourses that we, in Europe, still dealing with...
An intelligent, committed and beautiful mover has found himself. While performing with the well-respected Montréal Danse repertory company, he had, as he calls it, “a desire to be on the decision-making team, not just a follower.” Artistic director Kathy Casey encouraged him to voice his opinions and that inevitably led him to think about how to keep working in a...
Wir treffen uns in einem Café, das in der Wiener Kulturszene nicht unbedingt als schick gilt. Dort gibt es einen Tisch, an dem man gut im Raum integriert, aber doch geschützt und für sich sitzt. Zufallsbegegnungen und die daraus resultierenden Ablenkungen sind unwahrscheinlich. Gut so. Wir haben beide nur wenig Zeit.
Im Kaffeehaus wurden einst ganze Tage verbracht....
