Ersatzprogramm
Mit kleinen Unterbrechungen sind Tanzschulen seit einem Jahr geschlossen. Unterrichtet wird online, unter besonderen Umständen auch live mit stark verringerter Teilnehmerzahl. Sei es im Ballett, in Modern oder Jazz Dance, bei der Contact Improvisation oder beim Standardtanz – Leiter*innen und Dozent*innen haben Ideen ersonnen und Modelle erprobt, um die Lockdowns zu überleben. Viele mussten dafür viel Arbeit investieren – zusätzlich und ohne Mehrerlös.
Einen probaten Ersatz für den Präsenzunterricht sieht in der Verlagerung ins Netz längerfristig keiner, allenfalls eine Ergänzung.
Auch Stephanie Schlund vom Skyline Tanzstudio im allgäuischen Buchloe musste sich ein Alternativprogramm überlegen. Die ehemalige Absolventin der Iwanson-Schule in München veranstaltet ihre Ballett- und Jazzdance-Kurse digital mit Microsoft Teams, einer Plattform für virtuelle Treffen mit Videochat-Funktion. Durch eine Förderung im Rahmen des Bundesprogramms «Neustart Kultur» konnte sie ihre Schule mit der nötigen Technik ausstatten. Mittlerweile unterrichtet sie mit fünf verschiedenen Kameras: «So habe ich die Möglichkeit, die Schritte aus unterschiedlichen Perspektiven zu zeigen. Das hilft den ...
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Tanz Juni 2021
Rubrik: Praxis, Seite 52
von Christine Matschke
Roman
MOI, TAMARA KARSAVINA
Ihr Leben liest sich wie eine Steilvorlage für Hollywood: Tamara Karsawina (1885 – 1978) war das weibliche Aushängeschild der Ballets Russes und zog alle Blicke auf sich – auf der Bühne und nach Premieren von Highlights wie «Schéhérazade» oder «L’Oiseau de feu». Die Tänzerin führte eine ultramondäne Existenz, erst in Sankt Petersburg,...
Hot Pink – das Museum steht in Flammen. Feuertentakel mit großen schwarzen Punkten winden sich aus dem Boden des Atriums. Die Installation ist das spektakuläre Entree zur Retrospektive einer großen Nachkriegsavantgardistin im Berliner Gropiusbau: Yayoi Kusama. Die Ausstellung hat einen interessanten Zugang: Sie setzt acht Shows der 92-jährigen japanischen...
Christian Spuck, Virginia Woolfs Roman «Orlando» ist 1928 erschienen – ein Meilenstein der Queerness wie der literarischen Avantgarde. War der Stoff Ihr eigener Wunsch?
Ja, ich habe seit Langem mit dem Gedanken an ein Ballett zu «Orlando» gespielt und das dann Ballettdirektor Makhar Vaziev vorgeschlagen. Ich wusste, dass das auf Schwierigkeiten stoßen könnte, weil...
