Erlösung
Manche Stoffe schreien nach bestimmten Regisseur*innen. Zum Beispiel «Sancta Susanna», eine 1922 uraufgeführte Kurzoper von Paul Hindemith: Die junge Nonne Susanna gerät eines Nachts in Ekstase, animiert von duftenden Fliederbüschen und Liebesstöhnen außerhalb der Klostermauern. Mitschwester Klementia erzählt ihr daraufhin, wie schon einmal die Fleischeslust über das Kloster hereingebrochen sei, eine Nonne habe damals «nackt das Kruzifix umarmt», worauf die übrigen Schwestern sie lebend eingemauert hätten. Ritual, Religion, Sex: wie gemacht für Florentina Holzinger.
Dem Genre nach ist «Sancta Susanna» zwar immer noch eine Oper, aber der Tanz-Theater-Revue-Grenzgängerin eilt nicht von ungefähr der Ruf einer gewissen Furchtlosigkeit voraus, also traut sie sich auch an diese ihr dem Ursprung nach fremde Kunst.
Allerdings erst mal ein wenig unter dem Radar. «Sancta», so der verkürzte Titel, ist Holzinger-typisch eine Koproduktion unterschiedlicher Institutionen, nämlich der «Wiener Festwochen», der Staatsoper Stuttgart, der Berliner Volksbühne am Rosa-Luxemburg-Platz und dem Mecklenburgischen Staatstheater Schwerin. Hier, beim – laut Intendant Hans-Georg Wegner – kleinsten ...
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Tanz Oktober 2024
Rubrik: Produktionen, Seite 4
von Falk Schreiber
Deutschland
Bad Soden
Ballettschule Ulrike Niederreiter
Dipl. Ballettpädag. Ballett/Jazz/Modern/Charakter/tänzerische
Früherziehung. Ausbildung bis zur Akademiereife. Ballettmärchen
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«GENERATION DANCE»
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