Entdeckungsreise

Nicoletta Manni ist an der Spitze der Mailänder Scala angekommen: Eine neue Étoile – mit Vorliebe für Überraschungen, was Menschen, Rollen, Choreografien betrifft

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Medora, Julia, Swanilda, Odette/Odile, Kitri, Marguerite, Giselle, Aurora, Clara, Manon, Sylvia, Nikija, Tatiana ... Es gibt im großen klassischen Repertoire kaum eine Hauptrolle, die Nicoletta Manni mit ihrer tadellosen Technik und ihrem ungeheuer natürlichen Stil noch nicht mit Leben erfüllt hätte. Im vergangenen Oktober hat man sie am Mailänder Teatro alla Scala zur Étoile gemacht – ein Titel, der an der Scala äußerst selten vergeben wird (zuletzt wurden 2004 Roberto Bolle und Massimo Murru in diesen Rang erhoben).

Die 32-jährige Tänzerin aus Apulien erhielt die für herausragende künstlerische Verdienste und Exzellenz reservierte Auszeichnung im Anschluss an eine ihrer ergreifenden Tatiana-Verkörperungen in John Crankos «Onegin», die sie an der Seite von Roberto Bolle getanzt hatte. Für Manni war es eine Überraschung, als Scala-Intendant Dominique Meyer in Begleitung von Ballettchef Manuel Legris auf der Bühne das Wort ergriff. Die überwältigende Freude und Fassungslosigkeit der Tänzerin waren mit Händen zu greifen. Sie erinnert sich im Gespräch noch genau an diesen Moment: «Es hatte seit so vielen Jahren keine Beförderung zum Étoile gegeben, dass es fast unwirklich erschien. ...

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Tanz März 2024
Rubrik: Menschen, Seite 31
von Maria Luisa Buzzi

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