Ein Nussknacker vom Disney-Stern

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Es gibt zwei Möglichkeiten, auf Disneys Weihnachtsspecial «Der Nussknacker und die vier Reiche» zu reagieren: «Au weia!» oder «Sieh mal einer an!». Wer mit Tschaikowskys «Nussknacker» groß geworden ist, muss auf jeden Fall umdenken. Was ja dem Grundsatz nach kein Schaden ist. Kinoregisseur Lasse Hallström zieht zwei erzromantische Stoffe zusammen, um daraus eine Coming-of-Age-Geschichte zu stricken: Clara Stahlbaums Mutter ist gerade gestorben («Aschenputtel») und hat der Tochter als Weihnachtspräsent eine geheimnisvolle Dose hinterlassen. Nur fehlt: der Schlüssel.

Prompt findet sich das eigenwillige Mädchen auf einer Abenteuerreise wieder («Nussknacker»), lernt Freund von Feind zu unterscheiden und entdeckt am Ende … 

Das Publikum wird derweil mit lukullischer Optik verführt – und klingenden Namen, zum Beispiel Keira Knightley, Helen Mirren, Sergei Polunin und Misty Copeland. Die beiden Startänzer zieren ein Intermezzo, ansonsten wird hier spitzenschuhmäßig nicht groß aufgedreht. Macht nichts, denn dafür können wir dann ins echte Theater, den echten «Nussknacker» anschauen gehen. 

Kinostart: 2. November

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Tanz November 2018
Rubrik: Tanz im Kino, Seite 13
von Red.

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