Ein Brief aus Zagreb

Arnd Wesemann über Dinko und Vaki

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Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer

Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino Lika ausbaut. Die oberen Balkone werden zu Studios, der Saal zum Theater. Eröffnung soll im Oktober 2006 sein. Gewidmet ist es den zwanzig kroatischen Tanzkompanien.

So viele zählt Iva Nerina Siblia, die Herausgeberin des Tanzmagazins «Kretanja» (Bewegungen) und eine der Leiterinnen des Tanzprojekts llinkt!. Auch Goran Sergeij Pristas von der Kompanie BadCo gibt eine Zeitschrift heraus: «Frakcija». Die Szene denkt hier selbst, schreibt selbst und lädt deutsche Choreografen wie Max Schumacher, Stephanie Thiersch und Chris Ziegler ein. Deutsche fragt man nach dem Befinden von Gordana Vnuk, der Leiterin des hiesigen Festivals Eurokaz, die seit vier Jahren im Hauptberuf Kampnagel in Hamburg führt. Kommen kanadische Gäste, erkundigt man sich nach Mirna Zagar, Leiterin der hiesigen Tanzwochen, die seit acht Jahren in Vancouver ...

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Tanz November 2005
Rubrik: Ein Brief, Seite 47
von Arnd Wesemann

Vergriffen
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