Ein Brief aus Zagreb
Ganz Zagreb ist ein Wohnzimmer
Kein unbedachter Winkel, der nicht möbliert ist mit Schirmen und Sesseln, Theken und Tischen. Jede Straße rund um den Hauptplatz Jelacic ist besiedelt von Cafés voll gewaltigem Geplauder. Jeder kennt jeden. Ein Steinwurf entfernt, in der Ilica 10, entsteht gerade das erste kroatische Tanzhaus, das die Architektengruppe 3LHD im Kino Lika ausbaut. Die oberen Balkone werden zu Studios, der Saal zum Theater. Eröffnung soll im Oktober 2006 sein. Gewidmet ist es den zwanzig kroatischen Tanzkompanien.
So viele zählt Iva Nerina Siblia, die Herausgeberin des Tanzmagazins «Kretanja» (Bewegungen) und eine der Leiterinnen des Tanzprojekts llinkt!. Auch Goran Sergeij Pristas von der Kompanie BadCo gibt eine Zeitschrift heraus: «Frakcija». Die Szene denkt hier selbst, schreibt selbst und lädt deutsche Choreografen wie Max Schumacher, Stephanie Thiersch und Chris Ziegler ein. Deutsche fragt man nach dem Befinden von Gordana Vnuk, der Leiterin des hiesigen Festivals Eurokaz, die seit vier Jahren im Hauptberuf Kampnagel in Hamburg führt. Kommen kanadische Gäste, erkundigt man sich nach Mirna Zagar, Leiterin der hiesigen Tanzwochen, die seit acht Jahren in Vancouver ...
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Im vergangenen Juni wurde die von Michael Birkmeyer und dem Choreografen Nicolas Musin gegründete abcdancecompany am Festspielhaus St. Pölten wegen nicht länger tragbarer Kosten aufgelöst. Nun haben er und einige Ensemblemitglieder ein neues Haus: Im Genfer, von privaten Sponsoren getragenen FLUX Laboratory findet in kleinerem, elitären Rahmen die Fortsetzung...
Spät singt er, doch er singt. Erst als er Penelope endlich nach zwanzigjähriger Irrfahrt gegenübertritt, findet Odysseus seine Stimme wieder. Die ganze «Odyssee» über verschlägt es ihm die Sprache. Statt seiner agieren acht Tänzer. Die Tänzer sind «eine Art Resonanzkörper», sagt Reinhild Hoffmann, die das Stück «Ein Atemzug» von Isabel Mundry an der Deutschen Oper...
Wir alle haben die Identität von Puppen
Geknutscht und umschlungen, umsorgt und behütet. Was stellten Mädchen nicht alles mit Ken und Barbie an. Jetzt träumen sie davon, dass ihnen auch selbst widerfährt, was sie einst ihren Puppen antaten. Erst mit Matchboxautos, dann mit PlayStation2 und bald auf der freien Wildbahn rasen die Jungs dem Leben davon, ballern...
