DVD
Ein heulendes Häuflein Elend kauert da in der Ecke. Die private Kamera dokumentiert diesen wie so viele andere, glückliche und unglückliche Momente. Hier ist es die Mutter, die Tränen vergießt, weil sie den gerade mal 13-Jährigen verlassen muss. Das Ausnahmetalent wird allein in London bleiben, an der Royal Ballet School auf Anhieb drei Klassen überspringen, später in der Mutterkompanie eine Überflieger-Karriere starten. Um sich 2012, mit 22 Jahren, aus allem herauszukatapultieren – von Drogen gezeichnet, vorzeitig verschlissen, ausgeknockt.
«Meine Mutter hat sich fürs Ballett entschieden, nicht ich», erklärt Polunin in dem Dokumentarfilm «Dancer – Bad Boy of Ballet», der jetzt auch als DVD herauskommt.
Jahre später macht die Mutter dem Sohn ein Geständnis: «Ich habe beim Training nicht auf dich gewartet, weil es mir so gefallen hat. Sondern weil ich kein Geld für mehrere Busfahrten hatte.» Es sind sehr bescheidene Verhältnisse, aus denen Galina Polunina ihren Sohn herausmanövrieren will. Vater und Großmutter ackern für sein Schulgeld, an der Dauerbelastung zerbricht die Ehe der Eltern.
Steven Cantors Porträt zeichnet all das nach, und zwar ohne jeden Voyeurismus. Dem Regisseur ...
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Zwei fiktive Briefe, in der gleichen Nacht verfasst, aber unabhängig voneinander geschrieben. Im einen lässt Mata Hari Stunden vor ihrem Tod noch einmal ihr Leben Revue passieren, eine Tänzerin, so Paulo Coelho, die «erst unter dem Namen bekannt war, den ihre Eltern ausgewählt hatten ..., dann gezwungen war, ihren Ehenamen zu tragen ... und schließlich von den...
Schwer vorzustellen, dass eine Mary Wigman einst ihrem ersten «Totentanz» ausgerechnet Orchestermusik von Camille Saint-Saëns unterlegt hat. Irgendwie passt das nicht zusammen, wiewohl der französische Komponist seine «Danse macabre» so suggestiv in Töne gesetzt hat, dass dabei nicht nur die Knochen klappern. Im Grunde ist sein Opus 40 ein klassisches...
Sie fühlt sich an wie Bimsstein, sieht aus wie die Membran einer weißlichen Koralle, ist von Rillen und Furchen in zigtausendfacher Ausfertigung durchzogen und soll Hamburgs neues Wahrzeichen in die Weltliga der Konzerthäuser führen: die Gipsplatten-Verschalung, die der Akustiker Yasuhisa Toyota für die Wände der Elbphilharmonie entworfen hat. Organisch fügt sich...
