Du wirst erstaunt sein

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Es ist die beste Idee überhaupt: gutes Geld, schnell verdient. Du musst nur ein Tänzer sein. Oder eine Tänzerin. Dann kannst du Geld machen mit der Kunst. Sagt die Werbebranche. Wer auch immer ihren Acker bestellt, erhält Bestellungen aus aller Welt. Wenn’s gut läuft, gut dotiert. Wer wirbt, wird bemerkt. Wer tanzschaffend ist und einen der vielen Anträge auf Unterstützung aus den neu geschaffenen Rettungsfonds geschrieben hat, der hat auch Werbung gemacht: für die eigenen Ideen, die eigene Sache, die eigene Person.

Auch jedes Vortanzen ist nichts anderes als: Reklame – «Seht her, wie toll ich tanzen kann!». Mit erhobenem Kopf und einem lachäugigen Smiley wird Werbung in eigener Sache zum A und O des Überlebens. Das gilt derzeit für die gesamte Kulturindustrie, für alle Bühnen, für jede Kompanie und damit für die ganze Künstlerschaft. Wer will heute noch sein Licht unter den Scheffel stellen, wenn die Aussichten gefühlt gerade besonders trüb sind?

Werbung, so haben wir es gelernt, ist kommerziell. Commercials nennt man sie, und die: nerven. Gerade im Internet, Überall Pop-ups. Weg damit. Der völlig falsche Ansatz, findet Werbefachmann Thimotheus Wagner (Seite 6); Werbung soll ...

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Tanz Oktober 2020
Rubrik: Warm-up, Seite 1
von Arnd Wesemann

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