Rundumblicke
Im Juli 2020 hat der französische Tänzer und Choreograf Noé Soulier die Leitung des Centre National de Danse Contemporaine (CNDC) in Angers übernommen. 1978 von Alwin Nikolais gegründet, ist diese Institution in Frankreich insofern einzigartig, als sie – anders als die übrigen Centres Chorégraphiques Nationaux (CCN) des Landes – über eine eigene Schule verfügt, die sich ausschließlich der Ausbildung im zeitgenössischen Tanz verschrieben hat.
Soulier schwebt nun eine ambitionierte Reform des Lehrplans vor, die eine originelle Vision für Kunsterziehung im Allgemeinen und für die Tanzausbildung im Besonderen verfolgt.
Auf den ersten Blick mag Noé Soulier nicht eben als der naheliegendste Kandidat für den Leitungsposten einer Ausbildungsstätte für zeitgenössischen Tanz erscheinen. Die eigene Ausbildung begann er zunächst am Conservatoire National Supérieur de Musique et de Danse de Paris, einer Hochburg der klassischen französischen Balletttradition, bevor er sein Studium an der National Ballet School of Canada fortsetzte. Mit dem zeitgenössischen Idiom kam Soulier erst näher in Kontakt, als er sich bei P.A.R.T.S. in Brüssel fortbildete. 2013 schließlich schloss er an der Pariser ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz Oktober 2020
Rubrik: Praxis, Seite 60
von Pieter T’Jonck
Als die Neuigkeit öffentlich wurde, sei ihr Telefon «explodiert», erzählt Xenia Wiest: Freunde, Kolleg*innen und Choreograf*innen gratulierten ihr zum neuen Job. Die 36-Jährige übernimmt zur Spielzeit 2021/22 die Ballettdirektion am Mecklenburgischen Staatstheater in Schwerin. Wer zwischen 2004 und 2019 ihre Karriere im Corps de ballet des Berliner Staatsballetts...
Was für eine Frage! Natürlich schätzt Marco Goecke die Songs von George Gershwin über alles – sein Gershwin-Special bei Gauthier Dance Stuttgart wird ab 7. Oktober indes hauptsächlich zu «Rhapsody in Blue» und zum Klavierkonzert in F-Dur getanzt. Immer unter strengster Beachtung der Hygiene-Regeln, versteht sich. Schließlich hat der Direktor des Staatsballetts...
Es ist durchaus eine Überraschung, vor allem für ihn selbst: Der «Deutsche Tanzpreis 2020» geht an Raimund Hoghe! «Vor einigen Jahren war ich schon mal nominiert, aber dieses Mal wusste ich im Voraus wirklich nichts davon», sagt er. Freut er sich, weil er hier sozusagen in die Fußstapfen Pina Bauschs tritt, deren Dramaturg er fast ein Jahrzehnt – von «1980» bis...
