Dresden
Kein Blick zurück im Zorn? Warum denn? Wohl muss Enno Markwart, seit August 1997 Rektor der Palucca Schule Dresden, Ende des Semesters gehen – aber nur, weil ein sächsisches Gesetz nach drei Amtsperioden keine Weiterbeschäftigung erlaubt. «Ich habe eine persönliche Bindung an die Schule», räumt er freimütig ein, «und deshalb bin ich mir sicher: die schweren Stunden kommen noch, auch wenn der Abnabelungsprozess bereits begonnen hat.»
Drei Amtsperioden, d. h.
drei mal drei Jahre: eine lange Zeit, in der sich das Profil der einzigen selbstständigen Tanzhochschule Deutschlands nicht grundsätzlich verändert, aber weiter konsolidiert und differenziert hat. Markwart definiert denn auch das Profil der Palucca Schule als das einer «vielseitigen Ausbildung, ohne allerdings einer Beliebigkeit Raum zu geben. Mit Vielseitigkeit», so der scheidende Rektor, «meine ich zunächst das rein Handwerkliche – sprich: Körpertechniken wie klassische und zeitgenössische Methoden. Doch Vielseitigkeit schließt das Künstlerische immer mit ein. Auf dem Weg der Komposition und Improvisation versuchen wir, den Charakter eines Tänzers zu entwickeln – damit er den Mut findet, sich mitzuteilen. Auch so etwas ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Selten beschreibt ein so schlichter Titel so präzis, was zu erleben ist. Zunächst mal: 1,5 Tonnen Haare. Kein Friseur dürfte je so viel geschnittenes Haar gesehen haben.
Angie Hiesl lässt in ihren Performances Vertrautes unvertraut erscheinen. Im Haar hat sie etwas gefunden, zu dem jeder ein emotionales Verhältnis hat. Zu viel oder zu wenig – je nachdem bedeuten...
So eine Schulvorstellung ist neu. Statt einer endlosen Reihe von langweiligen Finger- und Fußübungen, von Kürzestausschnitten aus den üblichen verdächtigen Ballettschinken und schnuckeligen Auftritten der Kleinsten im Tutu besticht die tanz akademie Zürich mit einer hochkarätigen Darbietung ihrer Schüler. Da wirbeln etwa in Birgit Scherzers Choreografie «Keith» die...
Am 27. Mai verstarb eine der letzten Zeitzeuginnen des deutschen Ausdruckstanzes. Sie wurde am «Choreografischen Institut» Rudolf von Labans zur Pädagogin ausgebildet. Ende der 1920er und Anfang der 30er Jahre arbeitete sie u. a. in den Berliner Bewegungschören Laban, beim Kunstverein in Libau (Lettland), in der Laban-Tanzgruppe von Annemarie Dunkel und Edgar...
