Digital gleich trivial?

Bei der «Biennale Tanzausbildung» wurde über Online-Potenziale diskutiert. Zugehört hat Katrin Ullmann

Etwa 50 Menschen, die meisten zwischen 20 und 30 Jahre alt, bewegen sich vorsichtig tastend über den Boden. Sie drehen sich langsam um die eigene Achse, rollen über die Hüfte. Konzentriert spüren sie ihren Körpern und deren Verbindung zum Raum nach. Die Tänzerin und Choreografin Monica Gillette leitet dieses Warm-up an. Es bildet den Auftakt für ein Symposium bei der «Biennale Tanzausbildung 2020».

Die Ausrichter – Ballettschule des Hamburg Ballett, Bundesjugendballett, K3 | Tanzplan Hamburg und Kampnagel – versammeln eine Woche lang knapp 140 Studierende aus Deutschland und der ganzen Welt auf Kampnagel – unmittelbar vor dem Corona-Lockdown.

Was die Gäste erwartet, ist ein Symposium im Sinn seiner ursprünglich antik-griechischen Definition, eine Art «geselliger Zusammenkunft». Thema ist: die Digitalisierung. Mithin das, was – noch ungeahnt – wenig später mit der Corona-Krise brandaktuell werden wird. Interessante Fragen tauchen auf: Wie gehen Tanzschaffende mit der digitalen Technologie um? Welchen Einfluss hat sie auf ihre Arbeit? Wo kann virtuelle Vernetzung hilfreich und inspirierend sein? Und wo kann sie was verhindern? Welche role models entstehen durch Plattformen wie ...

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Tanz August/September 2020
Rubrik: Praxis, Seite 54
von Katrin Ullmann