die richtige haltung
Ein perfektes En dehors, eine Auswärtsstellung der Beine von 180 Grad? Viele Tänzer träumen davon. Es gilt als Geschenk Gottes und der Gene, gibt aber keine Garantie für Genie. Größen wie Márcia Haydée oder Rudolf Nurejew nahmen ihre anatomischen Mängel eher als Ansporn für ihre Entwicklung als Künstler. Tanzmediziner beschäftigen sich trotzdem mit den Gelenken, um den Verschleiß ihrer Patienten zu mindern. Die elfte Tagung des Vereins Tanzmedizin Deutschland vom 14. bis 16.
Mai in Frankfurt an der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst lüftet «Am Drehpunkt der Bewegung» nicht nur Neuestes über «Hüftersatz» als Überlebenshilfe, sondern beleuchtet den «Dreh- und Angelpunkt der Welt» (so Mabel Todd, die Pionierin der Imagination, über das Hüftgelenk) auch aus der Perspektive des US-Schweizer Tänzers und Diplom-Sportlehrers Eric Franklin. Als Experte auf dem Feld des mentalen Trainings im Tanz tourt er weltweit. Er weiß: «Im Training herrschen Krampf und Strenge. Tänzer sind höchst interessiert an einer Alternative.»
Was er aus der Ideokinese und dem Body-Mind Centering gesaugt hat, bringt er praktisch und schnell ins Tanztraining rein. Statt «lange auf dem Boden herumzurollen ...
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Drei kurze Tanzstücke, gekoppelt wie Anhänger, verkürzen einen Abend ungemein. Man muss nichts Großes erzählen und kann die Themen wechseln wie Drinks. So trafen wir in Amsterdam auf Elvis, seine tote Seele heruntergedimmt wie die fünf Wohnzimmerlampen auf leerer Bühne. Fünf Tänzer, deren Körper zu ihrer eigenen ausgestreckten Hand heftig vorpreschen, um ihre Brust...
deutschland
On tour
Rosas
Anne Teresa De Keersmaekers legendäres Stück «Rosas danst Rosas» von 1983 mit Tänzerinnen aus der zweiten Generation ihrer Kompanie Rosas: Frankfurt am Main, Künstlerhaus Mousonturm, 14., 15. Mai; Potsdam, fabrik, 19. Mai; Hamburg, Kampnagel, 29., 30. Mai; Münster, Theater im Pumpenhaus, 2. Juni
Altenburg
Landestheater
Das...
Das handfeste Drama bleibt in Laurent Chétouanes jüngstem «Tanzstück #4: leben wollen (zusammen)» die Ausnahme. Die Worte verlieren sich in luftiger Bewegung, fliehen in die Weite des Raums. Der französische Regisseur und Choreograf ließ sich von Roland Barthes’ Text «Comment vivre ensemble» inspirieren, fand darin Fremdheit in der Nähe, die Irritation in der...
