die lehrerin: ursula bischoff-musshake
im Untertitel vereint «Telos», wie sich Ihre Schule nennt, «Tanz & Therapie». Wie kam es dazu? War die Kombination eine Folge Ihrer persönlichen Entwicklung?
Meinen Berufsweg haben mehrere Lehrer beeinflusst. In Stuttgart ging ich bei Ida Herion in die Schule, die in ihrer Tanzerziehung ein Schwergewicht auf Kunst und Gesundheit setzte. Die «Core-Arbeit», Arbeit aus der Mitte, stand im Zentrum des Unterrichtskonzepts, das mir Elizabeth Duncan vermittelt hatte; sie findet sich auch bei Pilates wieder.
Wilma Ellersiek beschäftigte sich an der Musikhochschule Stuttgart mit der rhythmisch-musikalischen Erziehung von Vorschulkindern. Ihre Handgestenspiele konnte ich später erfolgreich bei gehörlosen Kindern einsetzen, auch wenn die Dozentin bei ihrer Spiel-Komplex-Rhythmik nie an Gehörlose gedacht hat.
Was gab denn den Anstoß, gerade Gehörlose zu unterrichten?
1970 erhielt ich einen Lehrauftrag an der Staatlichen Schule für Gehörlose, Schwerhörige und Sprachbehinderte in Nürtingen. Ich sollte die Kinder dort ganz einfach in Bewegung bringen, nachdem man an einer vergleichbaren Einrichtung in Neckargemünd positive Erfahrungen mit Malen und Werken gemacht hatte. Doch wie das ...
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