die lehrerin nicole peisl

Die Tanzlehrerin Nicole Peisl über ihr Tanztraining und dessen Basisthemen wie Dialog, Aufmerksamkeit, Wahrnehmung und Kontakt

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Sie beendeten 1994 Ihre Tanzausbildung an der Rotterdamse Dansacademie, begannen als freischaffende Tänzerin bald auch zu choreografieren und zu unterrichten. Seit dem Jahr 2000 arbeiten Sie im Ensemble von William Forsythe, unterrichten an Profi-Ausbildungsstätten in Frankfurt, Limerick, Linz und leiten Work­shops für Amateure.
Ich hatte ein breites Training in der Ausbildung: Ballett, Limón, Graham, Cunningham, Jennifer Muller. Das sind alles Einflüsse, ebenso Anouk van Dijk und Tai-Chi, Qigong, Alexander-Technik. Natürlich Forsythe, mit dem ich seit zehn Jahren arbeite.



Verwirrt diese Vielzahl an Methoden nicht?
Schon immer hat mich interessiert, auch im Tanztraining: zu erkennen, was die Essenz ist, das Gemeinsame. Dass es eigentlich nicht darauf ankommt, ob ich Ballett mache oder Cunningham.

Was ist die Basis Ihres Unterrichts?
Der Mensch. Im Dialog. Weil ich mich stark räumlich orientiere und im Unterricht oft Fragen stelle wie: «Was ­siehst du vor dir, was nimmst du hinter dir wahr?», «Was bewegt sich, was bewegt sich nicht?» Dialog ist die Methode der Evolution. Zu meinem Dialog gehören: Präsenz, Aufmerksamkeit, Fokus, das Wahrnehmen des gesamten Bilds. Auch zu lernen, ...

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Tanz August 2010
Rubrik: praxis, Seite 96
von Melanie Suchy

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