Die Hoffnungsträger
in kleines barfüßiges Mädchen hütet die Ziegenherde seiner Familie, anstatt im Kindergarten mit Puppen zu spielen. Dege Feder wuchs in einem abgelegenen Dorf im Norden Äthiopiens auf. Sie liebte das Leben unter freiem Himmel, die Natur, in der sie Lieder und Tänze erfinden konnte, immer dem Wind ausgesetzt: «Ich habe diese Zeit mit Tagträumen verbracht, Halsketten aus Blüten gefertigt und alle Dinge, die ich fand, in meine Fantasiewelt integriert. Ich liebte es, von Hügeln, Wäldern und Wasserfällen umgeben zu sein.
»
Einige Familien in Feders Dorf gehörten zu Beta Israel, einem uralten Zweig des Judentums, dessen Angehörige ihren Glauben im Verborgenen praktizierten, inmitten einer feindlichen christlichen Umgebung. Feder war sieben Jahre alt, als ihre Familie beschloss, illegal aus Äthiopien auszureisen und nach Jerusalem zu emigrieren. Man trug ihr auf, mit ihren zwei Brüdern voranzugehen und auf die übrigen Verwandten zu warten. Doch es vergingen viele Monate, bis sich die Familie in Israel wiedervereint sah. Voranzugehen – das sollte für Dege Feder auch späterhin der einzig gangbare Weg bleiben.
Damals hatte sie sich einer Gruppe angeschlossen, die in die sudanesische Hauptstadt ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 160
von Ora Brafman
Ihn einen Anfänger zu nennen, ist nicht mehr richtig – zumindest, was seine russische Heimat betrifft. Dort gilt er bereits seit Langem als vielversprechender Tänzer und hochtalentierter Choreograf. 2010 hat er in Moskau für Aufsehen gesorgt, als er die «Goldene Maske» als bester Tänzer für seine Darstellung des Mercutio in einer neoklassischen Version von «Romeo...
tanz Zeitschrift für Ballett, Tanz und Performance
Herausgeber / publisher Der Theaterverlag – Friedrich Berlin
Redaktion / editorial office Hartmut Regitz, Dorion Weickmann, Arnd Wesemann, Mitarbeit: Sofie Goblirsch, Marc Staudacher
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Art direction,...
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