Die Hoffnungsträger
Christoph Böhm, geboren in Halle an der Saale, absolvierte seine Ausbildung von 1982 bis 1986 an der Fachschule für Tanz in Leipzig. Mit Beginn seiner Tanzkarriere weckte er bald einige Hoffnung – und erfüllte sie insbesondere als Erster Solist im Ballett der Oper Leipzig unter Uwe Scholz. Ab 1991 bis zu seinem Tod 2004 schuf der Choreograf für Böhm etliche Hauptrollen und vertraute ihm bereits existierende Parts in Wiederaufnahmen an. Schon als Tänzer war Christoph Böhm parallel an der Leipziger Fachschule tätig, seit 2007 unterrichtet er an der Staatlichen Ballettschule in Berlin.
Wer beobachtet, wie Böhm mit Studierenden arbeitet, wie er mit ihnen zu Auftritten unterwegs ist und seine Schützlinge auf die Zusammenarbeit mit dem Leipziger Ballett oder dem des Staatstheaters Cottbus vorbereitet, der gewinnt den Eindruck: Hier ist ein pädagogischer Hoffnungsträger am Werk.
Auffällig ist Böhms ruhige Art, die persönliche Zuwendung, die dynamische Ausgestaltung von klassischen Haltungen und Schrittvarianten. Immer wieder beflügelt er den Mut der Schüler und bewahrt sie zugleich vor Übermut und Übertreibung. Ältere Studierende, die beim Leipziger Ballett für «Rachmaninow» von Uwe Scholz ...
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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 159
von Boris Gruhl
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