Die Hoffnungsträger

Constanza Macras

Tanz - Logo

Wie hält man sich, wenn das Geld immer zu knapp ist, aber damit eine große Tänzerschar unterhalten werden soll? Wie behält man ein offenes Herz, wenn man immer wieder mit unterschiedlichen Menschen in extremen Lebenslagen zusammenarbeitet? Wie schafft man es, im Kopf wach zu bleiben, theoretisch interessiert, ohne deswegen gleich ödes Diskurstheater zu machen? Wenn man stattdessen lieber das Denken, die Wirklichkeit und die eigene Sicht darauf verlinkt? Constanza Macras schafft das alles jetzt schon ziemlich lange.

Wirklich herausragend in ihrem Stück «The Ghosts», das bereits 2015 Premiere hatte. Aber das Niveau der Choreografin zeigt sich eben auch gerade da, wo eine Inszenierung zumindest auf den ersten Blick nicht ganz rund zu laufen scheint. Wie in der südafrikanischen Koproduktion «On Fire». So viele kluge Fragen, so viel Reflexion über Erinnerung und Identität. Wie Macras Themen weiterspinnt, sie wendet, mit anderen Themenkomplexen verflicht, das ist als Ganzes herausragende Arbeit.

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 166
von Michaela Schlagenwerth

Weitere Beiträge
Die Hoffnungsträger

wechselte 2008 vom Ballett Dortmund zur italienischen Kompanie Aterballetto, um die kreative Arbeit mit Mauro Bigonzetti kennenzulernen und in dessen Choreografien zu tanzen. Seine eigentliche Mentorin indes war die derzeitige Künstlerische Leiterin der Kompanie, Cristina Bozzolini. Sie eröffnete dem Tänzer die Möglichkeit, sich im Rahmen der kreativen Workshops...

Middlesex

Mit «MDLSX» hat sich Motus auf die Fahnen geschrieben, eine bewusste, wohlüberlegte und authentische Antwort auf die Frage «Was bist du?» zu formulieren, die sich Silvia Calderoni ihr ganzes Leben lang – privat und auf der Bühne – hat anhören müssen. Die 34-jährige Performerin, Inspirationsquell und zentraler dramatischer Motor aller bisherigen größeren...

Tänzerin des Jahres

«Nimm dir, was du willst.»
Sylvie Guillem


«Wie Champagner!»
Rudolf Nurejew über Sylvie Guillem in seiner Fassung von «Don Quixote»


«Wie könnte man nicht von ihr verblüfft sein? Sie bringt ein großes Geschenk mit – so groß, dass es, was unsere Wahrnehmung der Möglichkeiten des Tanzes betrifft, eine neue Ära begründet und geprägt hat. Ich bin von der Intelligenz ihrer...