Die Hoffnungsträger

Constanza Macras

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Wie hält man sich, wenn das Geld immer zu knapp ist, aber damit eine große Tänzerschar unterhalten werden soll? Wie behält man ein offenes Herz, wenn man immer wieder mit unterschiedlichen Menschen in extremen Lebenslagen zusammenarbeitet? Wie schafft man es, im Kopf wach zu bleiben, theoretisch interessiert, ohne deswegen gleich ödes Diskurstheater zu machen? Wenn man stattdessen lieber das Denken, die Wirklichkeit und die eigene Sicht darauf verlinkt? Constanza Macras schafft das alles jetzt schon ziemlich lange.

Wirklich herausragend in ihrem Stück «The Ghosts», das bereits 2015 Premiere hatte. Aber das Niveau der Choreografin zeigt sich eben auch gerade da, wo eine Inszenierung zumindest auf den ersten Blick nicht ganz rund zu laufen scheint. Wie in der südafrikanischen Koproduktion «On Fire». So viele kluge Fragen, so viel Reflexion über Erinnerung und Identität. Wie Macras Themen weiterspinnt, sie wendet, mit anderen Themenkomplexen verflicht, das ist als Ganzes herausragende Arbeit.

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Tanz Jahrbuch 2016
Rubrik: Die Saison 2015/16, Seite 166
von Michaela Schlagenwerth

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