Die Heldin: Pina Bausch
Hallo. Ich bin Frau Endicott, eine Bausch-Tänzerin, die seit 1973 immer wieder dabei war. Eine sozusagen «Mit-Pionierin» des Tanztheaters Wuppertal. Komischerweise war ich die allererste Tänzerin, die das Tanztheater verlassen wollte, aber letztlich am längsten geblieben ist. Sei es als Tänzerin, Assistentin oder Probenleiterin.
Meine Liebe zu Pina, ihre Stücke, ihre Arbeitsweise, all das hat solche tiefen inneren Verbindungen zu mir, meinen Wurzeln, mein «Wie ich zu mir gefunden habe» und überhaupt: «Was aus mir geworden ist», sodass trotz meiner mehrmaligen Versuche, das Tanztheater zu verlassen, ich es nie richtig geschafft habe, mich innerlich davon zu lösen.
Diese «Revolutions-Tanzjahre» aus der Anfangszeit von 1973, die kontroversen Stücke von damals, die die Zuschauer nicht nur emotionalisierten, sondern ihnen auch Tage danach noch durch den Kopf gingen und schwer zu ertragen waren, blieben mir unvergesslich. Wie gefesselt schaute man zu, was auf der Bühne geschah.
Ich kann mich noch erinnern an Pinas erstes Gespräch mit uns im Ballettsaal des Opernhauses Wuppertal-Barmen. Sie wollte was Schönes, Wichtiges mit uns entwickeln. Ich, bzw. wir Tänzer von damals, hatten Pina unser ...
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