Die Akademie des Tanzes

Die Akademie des Tanzes in Mannheim ist die drittälteste der Welt. Heute wird sie von Birgit Keil geleitet. Andrea Kachelriess hat sich umgeschaut

Tanz - Logo

Birgit Keil, die seit 1997 die Akademie des Tanzes (AdT) an der Mannheimer Musikhochschule leitet, sprüht vor Enthusiasmus. «Ich freue mich jeden Tag, dass ich hierher kommen darf». Die ehemalige Starsolistin des Stuttgarter Balletts tut alles, damit in der bereits 1762 als «Académie de Danse» gegründeten Schule eine Atmosphäre herrscht wie einst beim Stuttgarter Ballett.

«John Cranko hatte enormes Vertrauen in uns, und dieses Vertrauen müssen wir heute in die jungen Leute setzen», sagt die Kammertänzerin, die mit 16 Jahren ihren ersten Vertrag und die erste wichtige, für sie geschaffene Solorolle in Crankos «Scènes de ballet» bekommen hatte.
Die nach Paris und St. Petersburg drittälteste Ballettschule der Welt prägt heute eine familiäre Atmosphäre. Unter der Leitung von Birgit Keil hat sich einiges geändert. Kaum eine andere staatliche Ballettakademie in Deutschland verfügt über vergleichbar gute Lehr- und Rahmen­bedingungen wie diese Mannheimer Akademie. Erstes und wichtigstes Indiz für den qualitativen Aufschwung, den die Ausbildung genommen hat, ist, dass die meisten Absolventen nach dem dreijährigen Hauptstudium eine Arbeitsstelle finden – Keils Schüler tanzen in den Kompanien ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2005
Rubrik: Schulen, Seite 78
von Andrea Kachelriess

Vergriffen
Weitere Beiträge
Eva Weißmann: «von hier aus. Basel»

Der Tresorraum einer stillgelegten Schweizer Bank ist kein alltäglicher Ort für experimentellen Tanz: ein Umstand, der die surreale Atmosphäre der Performance von hier aus. Basel womöglich noch intensiviert, die die Freiburger Choreografin Eva Weißmann und der Duisburger Komponist Gerhard Stäbler bestreiten. Der Safe-Raum im Untergeschoss des zum Kulturzentrum...

Uwe Scholz ist tot

Die Welt hat wieder einen großen Choreografen verloren, und wieder ist eine Kompanie ohne Führung. Damit wiederholt sich die gleiche Situation wie 1973 in Stuttgart, als John Cranko starb.
Ich glaube, die glücklichsten Momente seines Lebens hatte Uwe Scholz, als er noch Tänzer und Choreograf beim Stuttgarter Ballett war und Maurice Béjart nach Stuttgart kam, um...

Stichprobe: Ashtons «Sylvia» am Royal Ballet

The Holy Grail of the repertoire, unseen for over forty years, “Sylvia“ has risen like a phoenix from the ashes to renew our estimation of Frederick Ashton‘s genius. Created in 1952 as a showcase for the incomparable Margot Fonteyn it has been through many revisions of its complex structure and was last seen in 1967 as a one act “highlights“ version. The story has...