Diana Vishneva
Diana Vishneva ist ein VIP des klassischen Tanzes. 1976 in Sankt Petersburg geboren, hat sie die Waganowa-Akademie absolviert und eine sagenhafte Karriere gemacht: Paraderollen am Mariinsky, dem sie bis heute angehört, und in Moskau, Gastauftritte bei den prestigeträchtigsten Kompanien der Welt von Berlin über Mailand und Paris bis Tokio. Von 2005 bis 2017 war sie zudem Principal des American Ballet Theatre. 2010 gründete Vishneva eine Stiftung, um die gesellschaft-liche Reichweite des Balletts, seine Zugänglichkeit und Sichtbarkeit zu stärken.
Zwei Jahre später rief sie das Festival «Context» ins Leben, das alljährlich mit attraktiven Programmen, internationalen Gästen und einem breiten Weiterbildungsangebot punktet. Am 13. Mai 2018 hat sie in New York einen Sohn zur Welt gebracht, Rudolf Viktor. Obwohl am Mariinsky offiziell in Elternzeit, steht sie andernorts schon wieder auf der Bühne – und hat auch sonst: volles Programm.
Diana Vishneva, wie bringen Sie Tanzkarriere und Privatleben unter einen Hut?
Der Tänzerberuf verlangt von vornherein eine Art Verzicht, auch Selbstverleugnung. Das geht nun mal mit der völligen Hingabe an diese Kunst einher. Ich bin zwar nicht unbedingt der ...
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Tanz Januar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Rosita Boisseau
Deutschland
On tour
Das Bolschoi Staatsballett Belarus
gastiert mit «Schwanensee»: Stuttgart, Liederhalle, 3. Jan.; Leipzig, Gewandhaus, 6. Jan.; Berlin, Theater des Westens, 7. Jan.; Ulm, Congress Centrum, 15. Jan.; Saarbrücken, Congress Centrum, 16. Jan.; Dortmund, Konzerthaus, 17. Jan.; Mannheim, Rosengarten, 18. Jan.; München, Philharmonie, 19. Jan.;...
Der Ausgangspunkt – daran lässt schon der Beginn keinen Zweifel – ist das Barock. Die zwanzig Tänzer des Ballett Rossa der Oper Halle tragen rüschenreiche Kostüme, aufgetürmte Perücken – alles in strengem Schwarz und Weiß (Kostüme: Carla Caminati). Sie spazieren bereits während des Einlasses zu Vogelgezwitscher über den weißen Tanzboden der Raumbühne «Babylon»,...
Auch große Choreografen haben klein angefangen. «Haiku» von John Neumeier, «Paradox» von Jiří Kylián, «Urlicht» von William Forsythe: Das alles waren mehr oder weniger Selbstversuche am eigenen Körper, oft unter tätiger Mithilfe befreundeter Tänzer. Ein Solo, ein Duo, das scheint also ganz normal zu sein am Beginn einer erhofften Choreo-grafen-Karriere. Nicht...
