Diana Vishneva

Im Mai letzten Jahres ist sie Mutter geworden, seit September steht sie wieder auf der Bühne. Wie die Starballerina Karriere und Privatleben miteinander vereinbart und ihre Zukunft plant, erzählt sie Rosita Boisseau

Tanz - Logo

Diana Vishneva ist ein VIP des klassischen Tanzes. 1976 in Sankt Petersburg geboren, hat sie die Waganowa-Akademie absolviert und eine sagenhafte Karriere gemacht: Paraderollen am Mariinsky, dem sie bis heute angehört, und in Moskau, Gastauftritte bei den prestigeträchtigsten Kompanien der Welt von Berlin über Mailand und Paris bis Tokio. Von 2005 bis 2017 war sie zudem Principal des American Ballet Theatre. 2010 gründete Vishneva eine Stiftung, um die gesellschaft-liche Reichweite des Balletts, seine Zugänglichkeit und Sichtbarkeit zu stärken.

Zwei Jahre später rief sie das Festival «Context» ins Leben, das alljährlich mit attraktiven Programmen, internationalen Gästen und einem breiten Weiterbildungsangebot punktet. Am 13. Mai 2018 hat sie in New York einen Sohn zur Welt gebracht, Rudolf Viktor. Obwohl am Mariinsky offiziell in Elternzeit, steht sie andernorts schon wieder auf der Bühne – und hat auch sonst: volles Programm.

Diana Vishneva, wie bringen Sie Tanzkarriere und Privatleben unter einen Hut?
Der Tänzerberuf verlangt von vornherein eine Art Verzicht, auch Selbstverleugnung. Das geht nun mal mit der völligen Hingabe an diese Kunst einher. Ich bin zwar nicht unbedingt der ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Januar 2019
Rubrik: Menschen, Seite 20
von Rosita Boisseau

Weitere Beiträge
Reine Poesie

Starfotograf Julien Benhamou lässt den Mythos des Balletts wieder aufleben, in Bildern, die man nur geträumt zu haben glaubt. Stars des Pariser Opernballetts von Léonore Baulac bis François Alu, von Marie-Agnès Gillot bis Hugo Marchand standen Modell für Benhamous «La Poésie du Mouvement». Jedes Bild ist ein Porträt, jedes könnte als Gemälde im Louvre hängen....

Newcomer, Abschied, Snippets 1/19

Newcomer: Patricia Guerrero

Mit Patricia Guerrero kommt Ende Januar eine der spannendsten jungen Tänzerinnen der neuen Flamencoszene zur «Flamenco Biënnale Nederland» nach Holland.

Sie stammt aus Granada, stand mit acht Jahren zum ersten Mal auf der Bühne, mit 17 gewann sie den «Premio Desplante», eine der wichtigsten Auszeichnungen Spaniens für junge...

Prachtband

Ihr Silber-Jubiläum hat die Heinz-Bosl-Stiftung längst hinter sich. Aber auch das 40-Jährige der Münchner Ballettinstitution lässt sich versilbern – zumindest was den Einband der Pub-likation betrifft. Zusammengestellt hat sie Terence Kohler als Projektleiter, kein Unbekannter in der Branche: Einst von Birgit Keil entdeckt, machte der Australier erst als...