Der Weg ist das Ziel
Demnächst werde ich meine Tätigkeit als Deputy Director von P.A.R.T.S. (Performing Arts Research and Training Studios) nach einem Vierteljahrhundert beenden – Anlass zu Rückschau und Analyse: Was hatten wir vor, als wir damals die Schule eröffneten? Was haben wir erreicht? Vieles, vieles aber auch nicht. Häufig entwickeln sich die Dinge anders als erwartet, und das ist auch gut so.
Unser Spielraum zur Gestaltung der Welt ist begrenzt, oder besser gesagt: Wir können durchaus zu neuen Entwicklungen beitragen, tun dies allerdings mit vielen anderen Menschen gemeinsam, und das eigentliche Ergebnis manifestiert sich im Prozess, nicht im bloßen Erreichen eines gesteckten Ziels.
Momente der Erkenntnis hat es viele gegeben. Im Jahr 2000 etwa – die Schule war gerade fünf Jahre jung – wandelten wir unseren ursprünglich dreijährigen Studiengang in zwei zweijährige Ausbildungszyklen um. Im zweiten Zyklus («Forschung») mussten die Studierenden zwischen den (seinerzeit neuen) Fächern «Tanz» und «Choreografie» wählen. Genauer gesagt: Sie konnten ihre Präferenz angeben, doch letztlich entschied die Schule – entlang sorgfältig formulierter Leitlinien. Wir mussten anschließend im Studio ...
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Tanz August/September 2020
Rubrik: Ausbildung, Seite 47
von Theo Van Rompay
Jan Martens beginnt sein Solo «lostmovements», das er in Zusammenarbeit mit seinem Kollegen Marc Vanrunxt kreiert hat, mit einer Aufzählung von Choreografennamen. Sein feierlicher Ton verrät, dass sie ihm viel bedeuten. Enden lässt er das Stück mit einer ebenso langen Aufzählung von Namen homosexueller Künstlerinnen und Künstler. Auf diese Weise bekräftigt Martens...
Das Haus der Berliner Festspiele ist sanierungsbedingt dicht, aber das traditionell unter seinem Dach ausgetragene «Tanztreffen der Jugend» findet trotzdem statt: in den Berliner Uferstudios im Wedding – und zwar als «geschlossene Begegnung» vom 18. bis zum 25. September. Was hoffentlich nichts daran ändert, dass die acht ausgewählten Ensembles und...
Brüssel: Kunstenfestivaldesarts
Nicht alles, was im Mai ausfallen musste, wird die fünftägige September-Ausgabe nachholen. Sieben Kunstprojekte widmen sich in «Every Inside Has an Outside» zunächst dem Brüsseler Ortsteil Schaerbeek. Die brasilianische Choreografin Alice Ripoll setzt Les Halles de Schaerbeek unter Wasser und der Künstler Wang Bing baut dort seine...
