Der verbotene Schleier
Schleier. Istanbul im Juni. Das türkische Militär hat gerade Neuwahlen erpresst, um die Präsidentschaftskandidatur des moderaten islamistischen Außenministers Abdullah Gül zu verhindern, weil dessen Frau Kopftuch trägt. Westeuropa gratuliert reflexhaft zur strammen säkularen Haltung der massenhaft gegen die Regierung demonstrierenden Bevölkerung. Vor Ort sind die Fronten weniger klar.
Der Brief.
Anstatt auf das Programm ihres neuen internationalen Festivals «Idans» im Oktober hinzuweisen, nehmen die Veranstalter Aydın Silier und Gurur Ertem in einem Newsletter (www.bimeras.org/letter3) Stellung zu den politischen Ereignissen im Land. «Wir können nichts Demokratisches oder gar Mutiges daran finden, auf die Straße zu gehen, um einen Militärputsch zu unterstützen. Wir res-pektieren die Demonstranten insofern, als sie ihre Bereitschaft ausdrücken, ihre Lebensweise gegen jede reale Bedrohung durch Despoten zu verteidigen. Die Situation scheint aber eine andere zu sein.» Man könne, schreiben sie, Erdogans gemäßigte islamische AKP-Regierung als Demokraten bezeichnen. Unterschiedlichen Lebensstilen gegenüber hätten sie sich respektvoll gezeigt und die Annäherung an Europa effektiv ...
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Bei einer Premierenfeier schwebt ein Hauch Ballerina an uns vorbei, zwei Kolleginnen rollen die Augen. Eine raunt: «Deshalb schicke ich meine Tochter nicht ins Ballett.» Zustimmung von allen Seiten, ausgezehrt, die Arme; alle stürzen sich auf die Häppchen. Ich staune. Wie bedauernswert Ballett-Tänzer sind – vom angehimmelten Stern zum verhungerten Mangelwesen. So...
Last night was the first occasion upon which I was thankful I am a compulsive smoker. Standing outside the Rotterdamse Schouwburg, during the intermission of Scapino Ballet’s new program “Waveland,” I caught sight of Marco Goecke. He appeared both radiant and fragile, cloth-ed in a black coat and scarf and a pair of jeans alluringly embossed with gilded flowers....
“Everything has its time and the time when I had great physical strength is gone; I have to use the possibilities I have now.” For Ana Laguna, born in Zaragoza in 1954, and living in Sweden, expressing herself in movement is as vital and as natural as ever. But “the possibilities that I have now are different compared to those I had when I was young.”
Fortunately,...
