Der Protagonist

Sie werden tausendfach geknipst, ins Netz gestellt, für Zeitungen und Bücher abgelichtet. Aber was macht eine Fotografie eigentlich für Tänzeraugen attraktiv? Darüber gibt Michael Banzhaf Auskunft.

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Worauf schaut ein Tänzer, wenn er sich ein Bild von einem Kollegen macht? Auf seine Füße? Auf sein Gesicht? Auf seinen Körper? Darauf eine Antwort zu finden, treffe ich mich morgens am Wasserturm im Prenzlauer Berg mit Michael Banzhaf, etliche Ballettzeitschriften unterm Arm – nicht nur die eigenen, sondern auch einige in einer uns weniger geläufigen Sprache. Schließlich soll der Erste Solist des Berliner Staatsballetts nicht auf die Texte achten, sondern einen Stapel Fotos in Augenschein nehmen.

Michael Banzhaf braucht nicht viel Zeit.

Eh man sich’s versieht, hat er schon weitergeblättert. «Mein Blick hat was von einem Sensor, der in Sekundenschnelle über die Seiten gleitet», erklärt er seine Vorgehensweise. «Ich muss nicht alles bewusst erfassen, was ich sehe, bleibe aber an etwas hängen, das mich wirklich interessiert.»

__________die anstrengung, weggelächelt

Das muss nicht unbedingt die perfekte Pose sein, die schöne Linie – und schon gar nicht, hart gesagt, die millionste Giselle. Im speziellen Fall ist es ein Probenbild, das ihn innehalten lässt («weil es sich dabei um Maurice Béjart handelt und damit um die Erfahrung in meinem künstlerischen Leben»). Oder das ...

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Tanz Jahrbuch 2013
Rubrik: Wirkung, Seite 100
von Hartmut Regitz

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