Der Präsident

Walter Heun

Tanz - Logo

Am 2. Dezember 2015 wurde er zum Präsidenten des European Dancehouse Network (EDN) gewählt. Dieses Netzwerk verbindet 36 Tanzhäuser in Europa zwischen Edinburgh (Dance Base) und Budapest (Trafó). Mit dabei ist auch das Tanzquartier Wien, das Heun nur noch bis zum 30. Juni leiten wird. Dann ist Schluss. Bereits am 31. Mai wird er im tanzhaus nrw das Amt des Präsidenten niederlegen.

Walter Heun, 54, bekannt auch als Gründer des Nationalen Performance Netzwerks, eines Förderprogramms zum Austausch zeitgenössischer Tanz- und Theaterproduktionen zwischen den deutschen Bundesländern, sagt Goodbye zu diesem 2004 gegründeten Tanzhaus-Verbund, der auch für die nächsten vier Jahre mit je 250 000 Euro von der EU unterstützt wird.

Das ist gut so, denn der Verbund kann Initiative entwickeln, etwa bei Workshops mit Mitarbeitern zweier Kulturabteilungen der europäischen Kommission, wie letzten Oktober in Brüssel geschehen. Die EU-Beamten sind bekannt dafür, die Hürden für die zeitlich begrenzte Förderung europaweiter Kulturprojekte möglichst hoch zu hängen. Mit ihnen diskutierte das EDN die konkrete Lebens- und Arbeitsrealität der freien Tanzkünstler. Was geschieht nun mit den ...

Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo

Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
  • Alle tanz-Artikel online lesen
  • Zugang zum ePaper
  • Lesegenuss auf allen Endgeräten
  • Zugang zum Onlinearchiv von tanz

Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen

Digital-Abo testen

Tanz Mai 2017
Rubrik: Menschen, Seite 30
von Arnd Wesemann

Weitere Beiträge
On tour: Dewey Dell «Sleep Technique» in Modena und on tour

Die einzige menschliche Gestalt, die uns die etwa 36 000 Jahre alten Zeichnungen im weitläufigen Höhlensystem von Chauvet in Südfrankreich überliefern, befindet sich in der letzten Kammer der Grotte. Es ist eine Frauenfigur, dargestellt vom Schamdreieck bis unter die Knie, wobei ihr rechtes Bein identisch ist mit dem einer Löwin, das linke fällt mit einer Lücke...

Yama

Weich fließen die Wellenbewegungen durch die Körper; tief tauchen die Tänzer in eine Vorbeuge, wiegen sich geschmeidig im weiten Ausfallschritt. Dann wieder arretieren die Bewegungen der in apartes Schwarz gekleideten Schar. Hart geht der Ruck durch die Gelenke, wenn die Darsteller mit zur Faust geschlossenen Händen am Gasdrehgriff eines Motorrads zu reißen...

Requiem

Warum ein «Requiem», und das ausgerechnet in einem Programm, das sich «East» nennt? Zunächst hat das natürlich mit dem Haus zu tun, für das Sidi Larbi Cherkaoui seit 2016 arbeitet. Genauer gesagt: mit dem «Kunsthuis» in Antwerpen und Gent, unter dessen Dach nicht unbedingt aus eigenem Antrieb Oper und Ballett Unterschlupf gefunden haben: eine «Zwangsheirat», sagt...