Der Junge: Malakhov
«Er ist einmalig», meint der ehemalige Ballettmeister und Direktor der John Cranko-Schule, Alex Ursuliak: «Er hat einen Sprung – wie Juri Solowjew einst. Er hat Beine wie kein anderer, beinahe weiblich schön. Er hat einen unglaublich geschmeidigen Körper, noch ganz jung in seiner Form, und ein Gesicht mit dem gewissen Etwas, so wie man es von Vaslav Nijinsky kennt: Asiatisches, Slawisches: fast etwas Faunisches.» Der Mann weiß, wovon er spricht.
Wenn Vladimir Malakhov im Ballettsaal «Dornröschen» probt, wenn er sich Schritt um Schritt in seine Prinzenrolle vertieft, begreift man als Zuschauer sofort, was an ihm ungewöhnlich scheint. Vladimir Malakhov bewegt sich mit absoluter Natürlichkeit, und doch ist alles an ihm Kunst: sein Spann, sein Fuß, seine Linie, sein Ausdruck. Der Sohn einer Kunstturnerin fing bereits mit vier Jahren in einem Kulturhaus damit an, gegen seine Weichheit anzukämpfen. «Gelenkig wie eine Puppe» (Malakhov über Malakhov), verfeinerte er seine Kunst ein paar Jahre später unter Pjotr Pestov am Choreografischen Institut Moskau bis zur Perfektion. Sein Geheimnis? Vladimir Malakhov: «Im Ballett gibt es niemanden, den ich nachahmen würde. Eher ist Maria Callas ein ...
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