De Keersmaeker ohne La Monnaie
Rosas muss die Brüsseler Oper verlassen. Die Kompanie von Anne Teresa De Keersmaeker (Foto: Herman Sorgeloos) verliert 2007 ihre Residenz am Königlichen Opernhaus La Monnaie/ De Munt. Der designierte Direktor der Oper, Peter De Caluwe, beabsichtigt, kein eigenes Ensemble mehr am Haus zu halten, sondern mit mehreren Kompanien zusammenzuarbeiten. Eine Verbindung wird getrennt, die Schule machte. 1992 ging Rosas mit Monnaie-Chef Bernard Foccroulle eine Kooperation ein, die ihr Produktionsmittel und Infrastruktur der Oper zusicherte – und einen festen Platz im Spielplan.
Zugleich blieb Rosas eine unabhängige Kompanie mit eigenem Budget.
Eine derartige Verbindung wurde in Folge oft kopiert. De Keersmaekers Vorgänger, Maurice Béjart und Mark Morris, waren mit ihren Kompanien viel stärker in die Institution eingebunden. Diesem System sind schon mehrere Kompanien zum Opfer gefallen, und nicht die schlechtesten – Beispiel Ballett Frankfurt.
Rosas wird auch ohne Monnaie weiterbestehen. Doch Anne Teresa De Keersmaeker liebt das Haus. Sie hat in den letzten Jahren hier einige Werke geschaffen, die woanders nicht möglich gewesen wären. Peter De Caluwe, derzeit an der Nederlandse Opera in ...
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