Der direkte Weg zu tanz – Vorschau auf kommende Ausgaben
im mai: le sacre du printemps_____
ist ohne Zweifel das Ballett des 20. Jahrhunderts. Am 29. Mai 1913 im Théâtre des Champs Élysées vorgestellt, ist es nicht etwa deswegen in die Annalen eingegangen, weil die Umstände seiner Uraufführung von allen Beteiligten als ein Skandal empfunden wurden.
Strawinskys Musik, seinerzeit nicht unbedingt zur Freude des Komponisten von Vaslav Nijinsky interpretiert, ist vielmehr für alle eine permanente Provokation – sowohl für Choreografen jedweder Couleur, von denen sicher Sasha Waltz auf den Tag genau hundert Jahre nach der Uraufführung am Ort des Geschehens die meiste Aufmerksamkeit für sich beansprucht. Wie auch für Komponisten, von denen sich einer der jüngsten und erfolgreichsten, Moritz Eggert, in unserer Zeitschrift zu Wort meldet.
im juni: der tanzkongress_________
geht in die dritte Runde. Theorie trifft Praxis. Jean-Luc Nancy, der europäische Philosoph, der mit dem Tanz denkt, trifft auf Faustin Linyekula, den afrikanischen Choreografen, der die Maskentänze des weißen Mannes untersucht. Mit diesen beiden Koryphäen öffnet der 3. Tanzkongress am tanzhaus nrw in Düsseldorf – nach Berlin (2006) und Hamburg (2009) – den großen Kreis, in ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Tanz April 2013
Rubrik: impressum, Seite 80
von
Eine «Matthäuspassion» ohne Chor, ohne Solisten, ohne Matthäus und überhaupt ohne Gesang? Wie geht das? Bei Emio Greco und Pieter C. Scholten steht Johann Sebastian Bachs Komposition im Dialog mit einem grotesken Tänzer und wird nicht nur auf dem Piano, sondern bisweilen auch auf dem Akkordeon gespielt. Das Choreografen-Duo aus Amsterdam geht der Beziehung zwischen...
Für Tomasz Kajdanski, den Leiter des 14-köpfigen Balletts am Anhaltischen Theater Dessau, ist seine Bühne «eine Kirche» – ein Ort der Zuflucht und der Einkehr in einer Stadt, die seit den Wendejahren nie richtig zu sich gefunden hat. Weder der kulturelle Leuchtturm des Bauhauses noch ortsansässige Groß-Institutionen wie das Bundesumweltamt ändern etwas daran, dass...
Knapp 30 Jahre hat es von der Idee, das Grab George Balanchines aufzusuchen, bis zu ihrer Verwirklichung gedauert. Immer wieder fand sich ein Grund, die gute Absicht weiter hinauszuschieben. In der Regel war die Zeit zu knapp, um bei einem Kurzbesuch im Big Apple gleich einen ganzen Tag für diesen Ausflug nach Long Island preiszugeben. Die Jahre gingen dahin, und...
