Der Bundestrainer

Marco Baaden aka Mallekid bringt die deutsche Breaking-Mannschaft nach Olympia. Über den Weg dorthin, über Widersprüche und Herausforderungen spricht er mit Arnd Weseman

Marco Baaden, wenn ich als B-Boy punkten will: Was muss ich draufhaben, um in den Bundeskader zu kommen?
Erfahrung spielt sicher die größte Rolle. Man muss in der Szene tanzen, also wissen, worum es geht: um ein Battle, bei dem man in der Lage ist, sich gegenseitig zu toppen.

Die «Deutsche Breaking Meisterschaft» ist auch nur ein Battle?
Sie ist ein Battle, die Europäische Meisterschaft ist es, und Olympia ist es auch.

Überall gibt es einen ähnlichen Aufbau und verschiedene Kategorien, etwa das «Eins-zu-eins-Battle», zwei gegen zwei, und so weiter bis Crew gegen Crew. «Battle of the Year» ist zehn gegen zehn. Hier gibt es als Extra noch die sechsminütige Choreografie, mit der man erst ins eigentliche Battle gelangt.

Wie viel enger reglementiert ist das Reglement, wenn man sich für Olympia qualifizieren will?
Es wird gerade an einem Jurysystem gearbeitet, das transparenter wirken will als das Voting bei den Battles. Wir haben, weil wir noch nie in sportlichen Strukturen waren, auch nie etwas niedergeschrieben. Es sind ungeschriebene Gesetze, denen man als Künstler folgt. Das nun zu verschriftlichen, dient vor allem dazu, dass Außenstehende die Kriterien begreifen können, nach denen ...

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Tanz Juli 2021
Rubrik: Breakdance, Seite 9
von Arnd Weseman

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