Der Bibliothekar
In der Startup-Szene wird Ihr Projekt «Dance Masterclass» als «Netflix der Tanzwelt» bezeichnet – ist das eigentlich ein Lob?
Ich komme selbst aus dem Tanzbereich, aber wenn man mit Leuten von außerhalb spricht, dann ist das nicht so einfach zu erklären, was wir machen. Als ich mit Tanz begonnen habe, gab es keine Social Media, keine Online-Angebote – ich bin wie viele Tänzer*innen in öffentliche Bibliotheken gegangen, habe mir VHS-Kassetten ausgeliehen und Bücher über Startänzer*innen.
So etwas wie «Dance Masterclass» hätte ich mir damals gewünscht: eine Streamingplattform, auf der das Wissen der großen Tänzer*innen und Choreograf*innen gebündelt, kuratiert, didaktisch aufbereitet wird.
Mittlerweile gibt es auch online kommerziell ausgerichtete Fortbildungsangebote, teilweise sehr teuer. Bei «Dance Masterclass» kostet das Jahresabo gerade mal rund 170 Euro. Wann erreichen Sie da die Gewinnspanne?
Da sind wir noch ein paar Jahre von entfernt. Wir sind günstig, aber wir zielen darauf ab, eine globale Tanzcommunity auf der Plattform aufzubauen. Und nur dann wird das funktionieren. Die ersten Jahre wird sich das nicht selbst tragen, doch wir hatten immer den Leitfaden: Warum machen ...
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Tanz März 2022
Rubrik: Praxis, Seite 66
von Falk Schreiber
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