Der Aristokrat
Ob in «Schwanensee» oder «Dornröschen»: Während seiner glanzvollen Jahre am Mariinsky-Theater brauchte Xander Parish einfach nur als Prinz auf die Bühne zu treten, und schon stellten sich Wonneschauer ein. Die anmutige Haltung des Oberkörpers, langes, elegantes Ausschreiten, sein überwältigendes Lächeln, dazu das milde, schöne Gesicht – diese einzigartige Kombination ließ keinen Zweifel: Hier erschien ein echter Aristokrat, um das Leben von Normalsterblichen mit seinem Glanz zu vergolden.
Ein übersehenes Talent
Parish selbst hat nie den Anspruch erhoben, als herausragendes Tanzgenie zu gelten. Seine natürliche Noblesse und Souveränität sprechen indes für sich. Der Lackmustest des Danseur noble besteht, von herausragender Technik einmal abgesehen, in der Kunst des überzeugenden Gehens, Laufens und Preschens auf der Bühne. Und genau damit erzielt Parish die sublimsten Effekte: Als Albrecht oder als Romeo gelingt es ihm auf unnachahmliche Weise, stürmische Windeseile mit romantischer Leidenschaft zu verbinden. Noch dazu ist er ein ausgezeichneter Partner. Die glückhafte Kombination dieser Gaben hat ihm weltweit Ovationen eingetragen und die Möglichkeit eröffnet, an der Seite nahezu ...
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Tanz 1 2023
Rubrik: Menschen, Seite 26
von Mike Dixon
Deutschland
On tour «West Side Story», Neuinszenierung des Bernstein-Musicals (tanz 12/22): München, Deutsches Theater, 1.–8. Jan.; Essen, Grugahalle, 10.–14. Jan.; Baden-Baden, Festspielhaus, 7.–12. Febr.; Leipzig, Oper, 14.–19. Febr.
www.westsidestory.de
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