den haag: georg reischl «corpus spiritus»

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Haaaaahh – Ächzen, Stöhnen, Keuchen. Die ruhelosen Seelen leiden: Sie wollen ihre Körper zurück. Die Köpfe verhüllt, tragen die sechs Tänzer des MichaelDouglas Kollektivs in der Kölner Halle Kalk ihre schwarzen Schattenrisse herum. Geisterstunde auf der Tanzbühne.

Der österreichische Choreograf Georg Reischl hat für das Ensemble aus ehemaligen Mitgliedern der Kompanie pretty ugly tanz köln «corpus ­spiritus» kreiert.

Darin spielt er mit der Trennung von Körper und Geist, um ihrer glücklichen Vereinigung im Tanz eine gespenstisch leicht dahinfließende Form zu geben.

Aus zunächst klassischem Vokabular zu einem Klavierkonzert von Wolfgang Amadeus Mozart entwickelt Reischl einen geschmeidigen Duktus. Immer weicher werden die Tänzer, schweben wie knochenlos, ja körperlos, dahin. Schmiegen sich zu skulpturalen Posen. Mit kindlichem Staunen erobern sie ihren Körper.

Adam Ster kommt dabei eine Sonderrolle als einer Art intellektuellem Phantom zu, das unbekleidet herumirrt und verzweifelt Fragen wie «How does it feel?» ins halbdunkle Nichts ruft. Unheimliche Wassergeräusche, Gluckern, Tropfen, Schmatzen (Toncollage: ebenfalls Ster) suggerieren eine Zwischenwelt, in der die quirlige Sabina ...

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Tanz August/September 2011
Rubrik: kalender, Seite 72
von Bettina Trouwborst

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