«Dawson/Duato/Kratz/Kylián»

Mailand

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Stilistische Vielseitigkeit: Das ist die Herausforderung, die der Viererabend «Dawson/Duato/Kratz/Kylián» für Ballettchef Manuel Legris und seine frisch zusammengestellte Tänzer*innen-Equipe am Teatro alla Scala gestellt hat. Mit Spannung erwartet wurden vor allem die Welturaufführung von «Solitude Sometimes», Philippe Kratz' erster Kreation für das Scala-Ballett sowie die Premiere von David Dawsons Ensemble-Stück «Anima Animus», ebenfalls ein Neuzugang auf der To-do-Liste der Kompanie. 

Den glanzvollen Auftakt macht «Anima Animus».

2017 für das San Francisco Ballet geschaffen, befasst sich das Stück mit der C. G. Jung‘schen Unterscheidung des weiblichen (Anima) und des männlichen (Animus) Seelenanteils des Menschen – eine Dualität, die sich in den Kostümen von Yumiko Takeshima spiegelt. Zu den Klängen von «Violin Concerto No. 1» des 2020 verstorbenen Komponisten Ezio Bosso stellt Dawson semantischen Scharfsinn und sein Talent für räumliche Vorstellungskraft unter Beweis. Mit dem Anheben der Musik stürmt Alice Mariani auf die Bühne und führt uns schwindelnde Pirouetten vor, die – trotz der hypergestreckten Arme der Tänzerin – von der Schwerkraft angetrieben zu sein scheinen. Kurz ...

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Tanz März 2023
Rubrik: Kalender, Seite 42
von Maria Luisa Buzzi

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