david hallberg

Er sucht das Abenteuer, den Reiz des Neuen, sogar den Absprung vom Prinzen-Piedestal. Der erste Amerikaner, den das Bolshoi-Ballett in seine Reihen aufnahm, zieht Zwischenbilanz nach drei Jahren in Moskau

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Sucht man nach einem Schlüssel zum Universum von David Hallberg und nach der Antwort auf die Frage, was diesen Mann in der internationalen Ballettwelt an- und umtreibt, drängen sich Begriffe wie Abenteuerlust, Neugier und Sinnsuche auf. Bei unserem Gespräch am Tag nach seinem umjubelten Debut als Siegfried in Rudolf Nurejews «Schwanensee»-Produktion mit dem Ballett der Mailänder Scala nimmt er diese Vokabeln selbst wiederholt in den Mund. Und jedes Mal klingt es so, als enthülle er aufs Neue die Motive für seine unablässige Suche nach dem, was ein Tänzerdasein im Innersten ausmacht.

Mehr noch: Was es bedeutet, ein Künstler zu sein, der beständig die eigenen Grenzen erweitert.

Blond, von natürlicher Eleganz, aber ohne jede Geziertheit, mag er rund um den Globus als ideale Verkörperung der Prinzen sämtlicher klassischer Ballette gelten. Doch der Pioniergeist seiner Vorfahren – Hallberg stammt aus South Dakota und wuchs in Phoenix, Arizona auf – treibt ihn unablässig künstlerischem Neuland entgegen. Solches betrat er auch im September 2011, als man ihn zum Principal Dancer am Moskauer Bolshoi-Ballett ernannte. Die Meldung schockierte die Ballettwelt: Die Berufung des Amerikaners ...

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Tanz Juli 2014
Rubrik: menschen, Seite 26
von Silvia Poletti

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