david hallberg
Sucht man nach einem Schlüssel zum Universum von David Hallberg und nach der Antwort auf die Frage, was diesen Mann in der internationalen Ballettwelt an- und umtreibt, drängen sich Begriffe wie Abenteuerlust, Neugier und Sinnsuche auf. Bei unserem Gespräch am Tag nach seinem umjubelten Debut als Siegfried in Rudolf Nurejews «Schwanensee»-Produktion mit dem Ballett der Mailänder Scala nimmt er diese Vokabeln selbst wiederholt in den Mund. Und jedes Mal klingt es so, als enthülle er aufs Neue die Motive für seine unablässige Suche nach dem, was ein Tänzerdasein im Innersten ausmacht.
Mehr noch: Was es bedeutet, ein Künstler zu sein, der beständig die eigenen Grenzen erweitert.
Blond, von natürlicher Eleganz, aber ohne jede Geziertheit, mag er rund um den Globus als ideale Verkörperung der Prinzen sämtlicher klassischer Ballette gelten. Doch der Pioniergeist seiner Vorfahren – Hallberg stammt aus South Dakota und wuchs in Phoenix, Arizona auf – treibt ihn unablässig künstlerischem Neuland entgegen. Solches betrat er auch im September 2011, als man ihn zum Principal Dancer am Moskauer Bolshoi-Ballett ernannte. Die Meldung schockierte die Ballettwelt: Die Berufung des Amerikaners ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: menschen, Seite 26
von Silvia Poletti
Beispiel eins. Vier Breakdancer rücken einer kleinen, eingeschüchterten Tänzerin zu Leibe, die bestrebt ist, ihre lange Initiationsreise unbeschadet zu überstehen. Zwischen schwindelerregenden Sprüngen und lautlos abgefederten Landungen entwickelt sich – unter einfallenden Lichtstrahlen und dem Geprassel von Sound-Effekten – eine wilde, kraftvolle und...
Jan Fabres choreografische Arbeiten haben sich schon immer durch Soli ausgezeichnet, die der Belgier seinen Lieblingstänzern auf den Leib schneiderte. Auch Cédric Charron, seit nunmehr 14 Jahren Kompaniemitglied, ist da keine Ausnahme: Der französische Tänzer hat immer wieder substanziell zu Fabres Arbeiten beigetragen, seit er in «As long as the world needs a...
At the mesmerizing sound of a pizzicato cello, played live by a young girl who also gently sings from one corner of the white square traced on the black carpet floor, four old women perform a neat and hypnotic ritual, passing from hand to hand a small piece of lacework. In this episode titled «Magi» appears a clear and simple gesture, the unmistakable mark of...
