david hallberg
Sucht man nach einem Schlüssel zum Universum von David Hallberg und nach der Antwort auf die Frage, was diesen Mann in der internationalen Ballettwelt an- und umtreibt, drängen sich Begriffe wie Abenteuerlust, Neugier und Sinnsuche auf. Bei unserem Gespräch am Tag nach seinem umjubelten Debut als Siegfried in Rudolf Nurejews «Schwanensee»-Produktion mit dem Ballett der Mailänder Scala nimmt er diese Vokabeln selbst wiederholt in den Mund. Und jedes Mal klingt es so, als enthülle er aufs Neue die Motive für seine unablässige Suche nach dem, was ein Tänzerdasein im Innersten ausmacht.
Mehr noch: Was es bedeutet, ein Künstler zu sein, der beständig die eigenen Grenzen erweitert.
Blond, von natürlicher Eleganz, aber ohne jede Geziertheit, mag er rund um den Globus als ideale Verkörperung der Prinzen sämtlicher klassischer Ballette gelten. Doch der Pioniergeist seiner Vorfahren – Hallberg stammt aus South Dakota und wuchs in Phoenix, Arizona auf – treibt ihn unablässig künstlerischem Neuland entgegen. Solches betrat er auch im September 2011, als man ihn zum Principal Dancer am Moskauer Bolshoi-Ballett ernannte. Die Meldung schockierte die Ballettwelt: Die Berufung des Amerikaners ...
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Tanz Juli 2014
Rubrik: menschen, Seite 26
von Silvia Poletti
screening_________
jiŘí kylián
steht in einem Ballettsaal des Prager Konservatoriums und erinnert sich, wie es war, als er 1962 hierher kam, um sein Tanzstudium aufzunehmen. Draußen rauscht der Verkehr, drinnen steht ein Mann, versunken ins Gestern und zugleich bereit, seine Gedanken zu teilen. Mit dem Regisseur Don Kent und dem Fernsehpublikum, das «Jiří Kylián:...
im august/september: choreografen an der oper_______
Sasha Waltz hat an der Berliner Staatsoper Wagners «Tannhäuser» inszeniert. Nanine Linning interpretiert in Heidelberg den dreiaktigen «Echnaton» von Philip Glass. Christian Spuck macht kein Geheimnis daraus, dass er sich auch eine Zukunft als Opernregisseur vorstellen kann, die für Reinhild Hoffmann wie für...
Der Vater ist nicht ganz neu. So einer saß schon in «Le jardin» von Peeping Tom, 2001, verkörpert von Simon Versnel. Aber das Brüsseler Choreografenpaar Franck Chartier und Gabriela Carrizo rollte noch selber über den Rasen, so ein Fleckchen Grün, das einem spießigen Eigenheim eine eigene Außenwelt verspricht und das Pärchen ins jauchzend-verzweifelte Schleudern...
