David Bolger
Seine Tänze, die der künstlerische Leiter des CoisCéim Dance Theatre allein in diesem Jahr vorgestellt hat, reichen von den technisch anspruchsvollen «Dodgems» – mit eigenem Soundtrack und siebzehn Tänzern – bis hin zu «Boxes», einem Duo mit alten Pappkartons. Egal, wie groß oder klein seine Choreografien sind, immer sind es hochgradig theatertaugliche Tänze, die so tief und unmittelbar wirken, wie es Bolgers Hintergrund entspricht. Der Theatermann verliert nie die Bühnenwirkung aus den Augen.
Selbst wenn er «unplugged» tanzen lässt, nahezu ohne jedes Mittel, würde er es nie wagen, seine Tänzer schlecht aussehen zu lassen. Die Konventionen des Theaters helfen auch dem Publikum, einen Tänzer so zu sehen ... als wäre er einer von ihnen.
Das funktioniert, weil Bolgers Stücke immer von uns handeln, unseren Vorurteilen, Erwartungen, Schwächen und unserem Mitleid. So packte er auch so große Spektakel wie die Eröffnungszeremonie 2003 für die Paralympics in Dublin, den Film «Dancing at Lughnasa» mit Meryl Streep, Theaterarbeiten für The Abbey in Dublin und das Royal National Theatre in London, Musicals wie «Martin Guerre» für Cameron Mackintosh und die Opernin-szenierung «Orfeo ed ...
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