Das mit den Chinesen
ist nicht so einfach. Als Großbritanniens Reichtum mit einer Rate von zwei Prozent anwuchs, nannte man das die industrielle Revolution. Als Deutschland um drei Prozent reicher wurde, taufte man es das Wirtschaftswunder. China wächst um acht Prozent pro Jahr. Die Werkbank der Welt empfängt die höchsten Investitionen auf einem Boden, von dem man annimmt, dass viel mehr als Terrakotta-Armeen, Pekingoper und Zirkusballette die Kulturrevolution der 1960er Jahre nicht überlebt haben.
Jetzt steht Olympia vor der Tür, und Europa schickt seine Choreografen ins Reich der Mitte, Tanzleute ohne jedes Wissen über chinesischen Tanz. Wozu auch? Man weiß, dass die Ballettausbildung in China der Artistik viel verwandter ist als bei uns. Und vielleicht hat man davon gehört, dass von Hongkong und Taiwan aus über die Provinz Guangdong bis nach Shanghai und Beijing sogar der zeitgenössische Tanz um acht Prozent anschwillt, weil er die Ausdrucksform der Globalisierung ist, so wie das Ballett die Kunst des Kolonialismus war.
Auch Akram Khan ging nach China, derzeit der gefragteste Tänzer Englands mit unverkennbar asiatischen Wurzeln. Steht er zwischen den Kulturen? Er lacht. Globalisierung ist, wenn man ...
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Sie haben während Ihrer vier Jahre als Star des Lido viel Bewunderung dafür gefunden, dass Sie auf Live-Gesang bestanden, Perücken und Federkopfschmuck verweigerten und hoch geschlossen statt mit nacktem Busen auftraten. Warum konnten Sie in Paris Ihre Bedingungen diktieren? Das war kein Diktat, sondern eine gute Zusammenarbeit. Der künstlerische Leiter hatte schon...
The future, for good or ill, lies with China and its people. The country represents the greatest potential market place in the world for investors but is still struggling to grow anew from the rotting corpse of Maoism. The imminent Olympic Games have highlighted all the issues which give cause for optimism or disquiet. Seeking to read the facial lineaments of ...
Ist die Welt aus den Fugen, dann weil die Kommunikation spinnt. Kanister, Rot-Kreuz-Decken und Lautsprecher dominieren die offene Bühne von Raumgestalter Adrian Silvestri in Fabian Chyles jüngster Tanzperformance «territorial imbalance». Zwischen diesen Katastrophengütern bewegen sich Mädels in bunten Kleidchen, doch was heißt schon bewegen: Hier wagen drei...
