Das Mariinsky-Ballett
Das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg gastierte vor acht Jahren schon einmal mit Tschaikowskys «Nussknacker» im Festspielhaus Baden-Baden – damals ein künstlerisches Wagnis: Nicht nur die bürgerliche Variante vom verwunschenen Prinz, der die gut behütete Tochter ins Schlemmerland der Süßigkeiten entführt, war zu sehen, sondern auch eine Fassung, die mit überdimensionalen Kostümen und moderner Choreografie überzeugte – das Mariinsky kann durchaus mehr als nur staatstragend repräsentative Vergangenheitschoreografie.
Natürlich fiel diese mit Hilfe eines amerikanischen Mäzens entstandene Neuschöpfung von 2001 durch Mikhail Shemiakin bei der Kritik durch; sie will so wenig überrascht werden wie das Publikum.
Deshalb kommt jetzt die bravere Version aus dem Jahr 1934 zurück, damals choreografiert von Vassily Vainonen, die sich auf die vorzüglichen Tänzer konzentriert.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
Roberto Bolle gastiert im neuen «Orpheus» von John Neumeier. Diese Nachricht allein hat genügt, damit vor der Staatsoper in Hamburg am 6. Dezember Hundertschaften von Kartensuchenden auf die Glücklichen stoßen werden, die ihre Brieftasche gut festhalten, weil sich darin die wertvolle Eintrittskarte befindet. Der Weltstar aus Italien tanzt die Titelrolle in einem...
Yvonne Georgi, 1903-1975, der Ausdruckstänzerin mit bewegter, kosmopolitischer Biografie und bekanntesten Schülerin Mary Wigmans, ist eine Ausstellung im Theatermuseum Hannover gewidmet. Zu sehen sind zum größten Teil unveröffentlichte Fotos, Theaterprogramme, Rezensionen, persönliche Zeugnisse und Kostüme aus den 1930er Jahren u. a. aus dem Nachlass der...
Zwei goldene Stoffbahnen stehen für die titelgebenden Sanddünen. Ein Stretch-Stoff, der von links und rechts den spanischen Flamencostar Maria Pagés und den belgischen Tänzer und Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui verhüllt und die beiden, je im gewaltigen, bühnenhohen Gardinenstoff gebunden, in der Bühnenmitte zärtlich aufeinandertreffen lässt. Aus ihren Hüllen,...
