Das Mariinsky-Ballett
Das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg gastierte vor acht Jahren schon einmal mit Tschaikowskys «Nussknacker» im Festspielhaus Baden-Baden – damals ein künstlerisches Wagnis: Nicht nur die bürgerliche Variante vom verwunschenen Prinz, der die gut behütete Tochter ins Schlemmerland der Süßigkeiten entführt, war zu sehen, sondern auch eine Fassung, die mit überdimensionalen Kostümen und moderner Choreografie überzeugte – das Mariinsky kann durchaus mehr als nur staatstragend repräsentative Vergangenheitschoreografie.
Natürlich fiel diese mit Hilfe eines amerikanischen Mäzens entstandene Neuschöpfung von 2001 durch Mikhail Shemiakin bei der Kritik durch; sie will so wenig überrascht werden wie das Publikum.
Deshalb kommt jetzt die bravere Version aus dem Jahr 1934 zurück, damals choreografiert von Vassily Vainonen, die sich auf die vorzüglichen Tänzer konzentriert.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
«Ich will das Wort ‹alt› in diesem Raum nicht mehr hören!», ruft Horst Dittmann, einer von vier Ballett-Tänzern der Leipziger Oper, die schon lange nicht mehr tanzen. Die Choreografin Heike Hennig hatte sie 2005 auf die große Bühne zurückgeholt, ihr Stück «Zeit – tanzen seit 1927» konfrontierte Horst Dittmann, Ursula Cain, Christa Franze und Siegfried Prölß mit...
Eigentlich ist Arvo Pärt was für die «Spirituellen». Er suche nach «dem Einen», hat der Mystiker unter den Komponisten erklärt, und er wollte das Paradox: Mit Musik Stille schaffen. In seiner Komposition «Tabula rasa» hat er das Klangmaterial auf ein Minimum reduziert, die Klänge suchen das Nichts, bloße Leere. Typisch Pärt. Und auf der Bühne springen, rasen,...
Das war nicht nur gefährlich, sie benötigten auch ein paar Tugenden, um zu überleben: Mut, Erfahrung, die Fähigkeit, geräuschlos zu kommunizieren und ähnliche Eigenschaften. Aber spätestens im alten Rom setzte sich die Meinung durch, dass ein Anführer nur deutlich genug Kommandos geben, auf die Untergebenen einen gewissen Druck ausüben und seine Autorität dadurch...
