Das Mariinsky-Ballett
Das Mariinsky-Ballett aus St. Petersburg gastierte vor acht Jahren schon einmal mit Tschaikowskys «Nussknacker» im Festspielhaus Baden-Baden – damals ein künstlerisches Wagnis: Nicht nur die bürgerliche Variante vom verwunschenen Prinz, der die gut behütete Tochter ins Schlemmerland der Süßigkeiten entführt, war zu sehen, sondern auch eine Fassung, die mit überdimensionalen Kostümen und moderner Choreografie überzeugte – das Mariinsky kann durchaus mehr als nur staatstragend repräsentative Vergangenheitschoreografie.
Natürlich fiel diese mit Hilfe eines amerikanischen Mäzens entstandene Neuschöpfung von 2001 durch Mikhail Shemiakin bei der Kritik durch; sie will so wenig überrascht werden wie das Publikum.
Deshalb kommt jetzt die bravere Version aus dem Jahr 1934 zurück, damals choreografiert von Vassily Vainonen, die sich auf die vorzüglichen Tänzer konzentriert.
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
So viel Sehnsucht. So viel Hoffnung auf den «Wundermann», auf Martin Schläpfer, den toptalentierten Choreografen, der als Ballettdirektor Düsseldorf/Duisburg endlich zu überregionalem Tanzruhm verhelfen soll. Wunder hat er schon vollbracht, als er in der einstigen Tanzprovinz Mainz eine erstklassige Truppe etablierte.
Die brachte er nun mit ins neue Domizil,...
Zwei goldene Stoffbahnen stehen für die titelgebenden Sanddünen. Ein Stretch-Stoff, der von links und rechts den spanischen Flamencostar Maria Pagés und den belgischen Tänzer und Choreografen Sidi Larbi Cherkaoui verhüllt und die beiden, je im gewaltigen, bühnenhohen Gardinenstoff gebunden, in der Bühnenmitte zärtlich aufeinandertreffen lässt. Aus ihren Hüllen,...
Der Genfer Choreograf ist ein heftiger Gegner narrativer Entwürfe und vertritt einen ausschließlich abstrakten Tanz. Er ist bekannt für wunderschön kahle, geometrische Choreografien wie «The Moebius Strip» (2001), die gern genial durchwoben sind mit langsamen, fließend organischen Bewegungsmustern. Jeglichem erzählerischen Inhalt steht er fern. Und nun? Amüsiert er...
