Das Kind ist lieb
Die Kombination eines Tanzstücks und einer Oper, die sich Daniel Goldin zum zehnjährigen Bestehen seines Tanztheaters für seinen Ravel-Abend vorgenommen hat, ist immer heikel – besonders dann, wenn der Choreograf auch die Inszenierung der Oper übernommen hat und versucht, das, was Musik und Gesang erzählen, mit Tanz und Bewegung zu kommentieren.
Ravels «L’Enfant et les sortilèges» erzählt von der Läuterung eines bösen Kinds. Aber die naive Aufführung bleibt über die Behauptungen von Colettes Text hinaus jede Bestätigung dieser Bosheit schuldig.
Ihre Harmlosigkeit wird noch dadurch verstärkt, dass Judith Gennrich nicht die geringste Ahnung hat, wie man ein böses Kind zu spielen hätte, und sich traumtänzerisch lieb und wohltönend durch eine szenische Materialschlacht tastet.
Dabei zeigt der dem Tanz vorbehaltene, «L’Espace de Ravel» überschriebene erste Teil durchaus, dass Goldin sich auf Spuk und Albträume versteht. Der Choreograf hat drei der bekanntesten Musiken Ravels hintereinander geschaltet, ohne sich von berühmten choreografischen Vorbildern irritieren zu lassen. In der «Pavane pour une infante défunte» (in der Klavierfassung) begnügt er sich mit einem Minimum an Bewegung. ...
Weiterlesen mit dem digitalen Monats-Abo
Sie sind bereits Abonnent von tanz? Loggen Sie sich hier ein
- Alle tanz-Artikel online lesen
- Zugang zum ePaper
- Lesegenuss auf allen Endgeräten
- Zugang zum Onlinearchiv von tanz
Sie können alle Vorteile des Abos
sofort nutzen
The skyline of Dublin is littered with cranes as the city feverishly transforms Celtic Tiger cash into bricks and mortar. The city’s architecture is always a gauge to prosperity – like relating the length of skirts to the mood on Wall Street – and it can choose to either look back or forward depending on the relative (dis)comfort of its bank balance. Right now...
Amid the euphoria of the 75th birthday festivities it is easy to forget that when the Royal Opera House, Covent Garden, closed for rebuilding and refurbishment in 1997 that the management of the time seriously considered disbanding the Royal Ballet for financial reasons. That period has now become the stuff of long-remembered nightmares; a time when even dance and...
Owing to the company‘s well-publicized financial woes, whose effects include the fact that it couldn‘t pay its dancers or coaches more than token amounts, its little New York season was shortened to a single evening: a gala to celebrate the company‘s 80th anniversary. This program – planned by the company’s new artistic director, former Graham star Janet Eilber,...
