dana caspersen

Auf der Bühne ist sie ein Unikum und seit 26 Jahren ein Fixstern im Tanz-Kosmos von William Forsythe. Jetzt hat sich die Amerikanerin ein neues Berufsfeld erobert: Als Mediatorin choreografiert sie Konfliktlösungsprozesse

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Eine in Minneapolis geborene Tänzerin geht auf Audition-Tour durch Europa. Im Jahr 1988. Beim Ballett Frankfurt gefällt ihr die Arbeitsweise von William Forsythe auf Anhieb. Umgekehrt trifft das auch zu. Also bekommt Dana Caspersen, gerade mal 23 Jahre alt, einen Vertrag. Und bleibt. Bis heute. Seit 2005 heißt die Kompanie The Forsythe Company, und der Namensgeber, inzwischen ihr Ehemann, wird bald nicht mehr Direktor sein (tanz 6/14). Dana Caspersen aber hat vorgebaut, längst ihre Transition nebenbei vollzogen.

Denn parallel zur Arbeit als Tänzerin, Choreografin und Autorin für die Company hat sie ein Studium in Konfliktmanagement absolviert und wird seitdem als Mediatorin engagiert. Für echte Fälle, für Fortbildungen – und für hybride Projekte zwischen Kunst und Gesellschaftsdialog, die sich im Rahmen von Aushandlungs- und Erkenntnisprozessen bewegen.

Soeben war sie in New York, vorher in Vermont in Neuengland, nächste Woche geht es nach Dresden, zum Nebenwohnsitz der Forsythe Company. «Ich bin immer unterwegs», sagt Dana Caspersen. Sie wirkt aufgeräumt, lacht viel, es blubbert fröhlich aus ihr heraus – nicht aus Verlegenheit oder Nettigkeit, sondern weil sie sich amüsieren kann ...

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Tanz Juli 2014
Rubrik: menschen, Seite 18
von Melanie Suchy

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